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Mentor wird Siemens EDA

Neuer Name für IC-Design-Geschäft

15. Dezember 2020, 09:49 Uhr   |  Ute Häußler

Neuer Name für IC-Design-Geschäft
© Siemens EDA

Der umbenannte Geschäftsbereich will Kunden bei der erfolgreichen Bewältigung der sich beschleunigenden Konvergenz von Halbleiterdesign und Systementwurf unterstützen.

Mentor, a Siemens business firmiert künftig unter dem Namen »Siemens EDA«. Die Software-Unit für Electronic Design Automation bietet unverändert Siemens-Technologie für Simulation, mechanisches Design, Fertigung, Cloud, IoT und Low-Code und ist weiterhin Teil von Siemens Digital Industries Software.

Im Januar wird Mentor zu Siemens EDA. Joseph Sawicki, der Executive Vice President von IC-EDA bei Siemens EDA, hat dazu eine Stellungname auf dem Corporate-Blog des Unternehmens geschrieben.

Er stellt fest, dass sich »rund um den Globus sich fast jede Branche durch die Digitalisierung neu definiert« und bezeichnet den IC als das Herzstück der Digitalisierung. Er sieht in der Digitalisierung des Elektronikdesigns die Stärke von Mentor, die sich in der Verschmelzung mit Siemens nun auch auf »große Systeme« wie wie Flugzeuge, Autos, Fabriken und Städte übertragen ließe – so weit, so skalierbar.

Interessant an Sawickis Ausführungen ist der Blick auf die Marktentwicklung: Aktuelle Prognosen rechnen in den nächsten Jahren mit einer 400-fachen Steigerung des Datenverkehrs, getrieben durch die Märkte Gaming, Video, IoT, Automotive und Medizin. Sawicki sieht diese Entwicklung als unglaubliche Chance, denn diese Daten müssen verarbeitet und übertragen werden, und die Systeme basieren alle auf Halbleitern.

Siemens EDA
© Siemens EDA

Der Datenverkehr soll sich in den nächsten Jahren 400-fach steigern, was eine enorme Chance für ICs und deren Design bedeutet.

Unternehmen werden die Halbleitertechnologie weiter nutzen, um Geschäftsmodelle sowie Logistik und Finanzen zu digitalisieren. Start-ups wie auch größere Systemhäuser bauen laut dem Siemens-Manager interne Design-Teams auf und werden als neue Akteure auf dem IC-Design-Markt Wachstum im EDA-Geschäft bewirken.

In diesem großen Systemmaßstab reicht es nicht mehr aus, einfach einen IC zu erstellen und zu verifizieren, was an sich schon ein sehr komplexer Prozess ist.

Benötigt wird ein digitaler Zwilling, der das gesamte elektronische System erstellen, verifizieren, validieren und simulieren kann, auf dem echte Software läuft und das mit der physischen Welt interagiert. Die Entwickler müssen nicht nur sicherstellen, dass ihre Geräte gemäß der Spezifikation funktionieren, sondern auch die Leistungsmerkmale bei der Ausführung von Anwendungssoftware im Systemkontext gewährleisten. Hier will das neu benannte Siemens EDA ansetzen.

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