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Nachfolgemodelle für DSG3000-Signalgeneratoren sind da

14. Oktober 2020, 13:03 Uhr   |  Markus Haller

Nachfolgemodelle für DSG3000-Signalgeneratoren sind da
© Rigol

Nachfolgemodelle mit höherer Frequenz: Die Signalgeneratoren der DSG3000B-Familie erzeugen Signale bis 13,6 GHz.

Rigol richtet sich auf Wireless-Kunden aus. Die neuen Signalgeneratoren DSG3000B reichen bis 13,6 GHz und sind auf das Testen von typischen HF-Komponenten ausgelegt.

Die neuen Signalquellen sind für 9 kHz bis 6,5 GHz oder bis 13,6 GHz erhältlich. Die Serie besteht aus insgesamt vier Geräten und richtet sich vor allem an Kunden aus den Bereichen Wireless Communication, Radar Test, Audio/Video Broadcasting, Ausbildung und Konsumelektronik.

Die Geräte sind auf Erweiterbarkeit ausgelegt, reichen für die gängigen Anwendungen aber auch in der Grundausstattung aus. Ein Blick in das 15-seitige Datenblatt zeigt:

  • Amplitudengenauigkeit: <0,5 dB
  • Phasenrauschen: < –116 dBc/Hz bei 20 kHz.
  • Ausgangsleistungsbereich: –130 dBm bis +27 dBm

Damit eignen sich die Signalgeneratoren für die Charakterisierung von HF-Komponenten wie Mischer.

Modulationsverfahren und Erweiterbarkeit

Unterstützt werden in der Grundausstattung die Modulationen AM/FM/ΦM bis 3,6 GHz mit einer Frequenzauflösung von 0,01 Hz. Die Modulation kann über einen internen Quarz gesteuert werden oder über einen externen Taktgeber. Dafür wurde neben dem HF-Ausgang ein Eingang für externe Modulationssignale integriert. Der Fernzugriff auf die Signalgeneratoren ist über USB- oder LAN-Schnittstelle möglich und für die Programmierung wird der weit verbreitete und standardisierte Befehlssatz SCPI unterstütz.

Der Funktionsumfang der Signalgeneratoren kann mit drei Optionen erweitert werden: Ein hochstabiler Ofenquarz, der die Temperaturstabilität des internen Taktgebers auf 5ppb verbessert – in der Grundausstattung ist ein Quarz mit <2ppm integriert. Die beiden weiteren Optionen sind eine Pulsfolgen-Generierung und eine Pulsmodulation. Die Pulsoptionen ermöglichen die Ausgabe von vordefinierten oder selbsterstellten Pulsfolgen und die Ausgabe pulsmodulierter Signale.

Einschätzung

Rigol ist ein chinesischer Anbieter für typische Labormesstechnik, der sich auf dem europäischen Markt etablieren will. Die Firma unterhält einen eigenen F&E-Standort, hat auch mehrere Niederlassungen in Deutschland und beschäftigt insgesamt rund 400 Mitarbeiter. Technisch liegen die Geräte noch einige Jahre hinter den großen Premium-Anbietern wie Rohde & Schwarz oder Keysight  zurück. Entsprechend findet man auch Signalgeneratoren mit höherer Ausgangsleistung, geringerem Phasenrauschen, mehr Erweiterungsmöglichkeiten usw. am Markt.

Wo die Geräte überzeugen können, ist sicherlich der Preis. Rigol ist für seine anwenderfreundliche Preisgestaltung bekannt und versucht außerdem Gerätefunktionen in Einstiegsklasse-Modelle zu integrieren, die sonst eher in der Mittel- und teilweise erst in der Oberklasse zu finden sind. In dieser Hinsicht werden die Geräte kaum zu schlagen sein und sind sicherlich für Ausbildungsbetriebe, Hochschullabore und kleinere Entwicklungsabteilungen eine interessante Alternative.

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