Signalanalysator von Rohde & Schwarz

Mit bis zu 176 Gbit/s über die Luft

2. Dezember 2019, 14:15 Uhr | Nicole Wörner

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Abgestimmte Messtechnik

Rohde & Schwarz
Signalanalyse eines 2 GHz breiten IEEE-802.11ay-Signals. Neben der grafischen Darstellung des Signals im Zeit- und Frequenzbereich, des Konstellationsdiagramms und anderer Ergebnisse interessieren Anwender vor allem die EVM und weitere numerische Messergebnisse.
© Rohde & Schwarz

Der Signal- und Spektrumanalysator R&S FSW85 von Rohde & Schwarz erfasst das notwendige Frequenzband ohne zusätzliche Frequenzumwandler und hat auch die erforderliche Demodulationsbandbreite. Mit der Option R&S FSW-B2001 bietet er intern 2 GHz Bandbreite und kann so als Onebox-Lösung einen Kanal eines 802.11ay-Signals analysieren, das heißt die Modulationseigenschaften messen. Er tut dies mit einer Empfindlichkeit von –37 dB, was einem Fehlervektor von ca. 1,5 % entspricht. Eine interne Messapplikation (R&S FSW-K97) stellt dem Anwender alle nötigen Messergebnisse auf Knopfdruck zur Verfügung.

Neben den tabellarisch aufgelisteten Werten der Modulationseigenschaften, den Inhalten der Präambel oder den übertragenen Bits zeigt er auch eine Vielzahl von Diagrammen, die es dem Anwender ermöglichen, Probleme zu detektieren oder die Übertragungsqualität zu verbessern. Sind die Signale sehr schwach oder muss über die Luftschnittstelle gemessen werden, was in diesem Frequenzband häufig vorkommt, weil die Antennen meist direkt auf den Leiterplatten integriert sind, lässt sich ein Vorverstärker wie beispielsweise der R&S HA-Z24 zuschalten. Er verbessert das Signal-Rausch-Verhältnis. Sind mehr als 2 GHz Bandbreite erforderlich, z.B. wenn zwei Kanäle zusammengefasst werden, erfüllt der R&S FSW85 in Kombination mit dem Oszilloskop R&S RTO2064 auch diese Bedingung – 5 GHz Analysebandbreite stehen so zur Verfügung. Der Frequenzgang der Kombination aus Signalanalysator und Oszilloskop ist dabei vollständig entzerrt, die Daten werden automatisch in den R&S FSW85 geladen und der Anwender merkt nicht, dass er anstelle der R&S-FSW85-internen A/D-Wandler das Oszilloskop verwendet. Er verstellt lediglich die Bandbreite in seiner Messanwendung.

Spektrale Messungen

Spektrale Messungen wie etwa Nachbarkanalleistung oder Spektrummasken kann der R&S FSW85 direkt durchführen, wobei er eine Vorfilterung (Preselection) des Signals bis 85 GHz beherrscht – als einziger Spektrum- und Signalanalysator im Markt. Deutlich weniger ungewollte Nebenlinien sowie eine höhere Empfindlichkeit bei spektralen Messungen sind der große Vorteil dieser Eigenschaft. Für Messungen über die Luftschnittstelle können starke Störer außerhalb des eigentlichen Frequenzbands unterdrückt werden und somit das Messergebnis nicht verfälschen.

Natürlich können auch Signalanalysatoren mit externen Harmonischen-Mischern zur Frequenzerweiterung für Messungen der Modulationseigenschaften bis zu 5 GHz herangezogen werden, beispielsweise der R&S FSW43 mit dem R&S FS-Z90. Diese Kombinationen bieten aber nicht den Vorteil der Vorfilterung für spektrale Messungen.

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