Airbus sponsert E-Flugzeugrennen Das erste E-Flugzeug für »Air Race E«

Jeff Zaltman Gründer und CEO von Air Race E und SandraBour-Schaeffler, Head of Airbus Demonstrators, vor dem E-Flugzeug des Teams Condor Aviation.  Jeff Zaltman hat bisher die mit konventionellen »Air Race 1«-Serie organisiert.
Jeff Zaltman Gründer, und CEO von Air Race E, und Sandra Bour-Schaeffler, Head of Airbus Demonstrators, vor dem E-Flugzeug des Teams Condor Aviation. Jeff Zaltman hat bisher die Rennen der »Air Race 1«-Serie organisiert, deren Flugzeuge mit Verbrennungsmotoren ausgestattet sind.

Das erste elektrische Flugzeug für das erste elektrische Flugrennen der Welt ist auf der Dubai Air Show zu sehen.

Das »Air Race E« wurde ins Leben gerufen, um die Entwicklung vollelektrischer Flugzeuge zu beschleunigen, ähnlich wie die »Formula E« in der Welt der E-Autos. Der erste Austragungsort soll im Dezember bekanntgegeben werden.

Sponsor von »Air Race E« ist Airbus, die sich ebenfalls zum Ziel gesetzt hat, die Technik der elektrischen Antriebe für Flugzeuge voranzutreiben, wie das Unternehmen auf seiner Website schreibt.

Auf der Dubai Air Show (17. bis 21. November 2019) können die Besucher das erste Rennflugzeug bestaunen, das nächstes Jahr im »Air Race E« antreten wird. Die auf den Namen  »White Lightning« getaufte Maschine baut die britische Condor Aviation.

Die vollelektrischen Flugzeuge fliegen bei einer Geschwindigkeit von rund 300 Meilen pro Stunde (482 km/h) in nur 10 m Höhe entlang eines engen, nur 5 km langen ovalen Kurses. Sind die Lithium-Ionen-Batterien geladen, können die Flugzeuge bei voller Geschwindigkeit 5 Minuten fliegen. Bei reduzierter Leistung können sie weitere 10 Minuten in der Luft bleiben.

Der Veranstalter Air Race Events rechnet damit, dass in der ersten Rennserie im kommenden Jahr acht Teams teilnehmen werden.

Auf der Paris Air Show im Juni dieses Jahres hatte »Air Race E« die ersten vier Teams vorgestellt, die am Rennen teilnehmen wollen: »AllWays AirRasing« aus Kalifornien, »Condor« aus Großbritannien, das von Condor Aviation International sowie den Universitäten von Teeside und Hull unterstützt wird,  »Team NL« aus den Niederlanden, dessen Team aus Studenten besteht , sowie »Blue-BETA Racing«, das von den Unternehmen BETA und Blue Force Technologies unterstützt wird.  

Auf der Jagd zum E-Flugzeug

Neben Airbus arbeitet auch Konkurrent Boeing an E-Flugzeugen. Zudem sind weltweit Start-ups gegründet worden, die elektrische Flugtaxis und fliegende E-Autos entwickeln. In Deutschland am bekanntesten sind Lilium und Volocopter.

Zudem wollen auch Autohersteller in diesen Markt einsteigen. So hat Daimler in Volocopter investiert. Kürzlich hatte Boeing bekannt gegeben, mit Porsche zu kooperieren, um senkrecht startende E-Flugzeuge für urbane Umgebungen zu entwickeln. Audi hat sich für eine gemeinsame Entwicklung mit Airbus entschlossen. In Japan hat Hyundai Motor die Division »Urbain Air Mobility« gegründet und investiert in autonomes Fahren sowie Brennstoffzellen.

Ende vergangenen Jahres hatte Boeing bekannt gegeben, ein Joint Venture mit Safran zu gründen, um Auxiliary Power Units (APU) zu entwickeln. Bei den APUs handelt es sich um Motoren an Bord von Flugzeugen, die die Hauptmotoren starten.

Safran wiederum arbeitet mit Zunum Aero zusammen, einem Start-up, das hybrid-elektrische Flugzeuge entwickelt, und in den unter anderem auch Boeing investiert hat. Safran will einen eigenen Hubschrauber-Antrieb an das hybrid-elektrische Flugzeug ZA10 von Zunum anpassen. Die ZA10 soll mit Hilfe einer Gasturbine sowie mit Batterien fliegen und 12 Personen über Distanzen von unter 1000 Meilen befördern. Außerdem arbeitet Boeing mit japanischen Unternehmen und Universitäten zusammen, unter anderem um  supraleitende E-Motoren zu entwickeln, die in Flugzeugen Einsatz finden könnten.

Airbus hat bereits den »CityAirbus« entwickelt, der vier Sitzplätze hat und mit acht Rotoren ausgestattet ist. Es ist angedacht, dass solche Flugtaxis künftig in Großstädten Passagiere auf festen Routen befördern, etwa vom Zentrum zum Flughafen.

Mit Siemens kooperiert Airbus, um hybrid-elektrische Antriebssysteme in  Hubschraubern, Verkehrsflugzeugen und senkrecht startenden und landenden Passagierdrohnen zu untersuchen.

Im Sommer hat Siemens die Einheit eAircraft, die elektrische Flugzeugantriebe entwickelt, an Rolls-Royce verkauft. Das Geschäft mit elektrischen und hybrid-elektrischen Antriebssystemen für Flugzeuge habe beim neuen Eigentümer, der eng mit der Luft- und Raumfahrtindustrie verbunden ist, deutlich bessere Wachstumsperspektiven. Mit der Übernahme will Rolls-Royce zum führenden Anbieter von elektrischen und hybrid-elektrischen Antriebssystemen für Flugzeuge werden.

Bosch hat kürzlich ein Universalsteuergerät für Flugtaxis vorgestellt, in dem die Daten dutzender Sensoren verarbeitet werden und das  Position und Flugzeuglage von fliegenden Taxis ermittelt um sie präzise und sicher zu steuern.