Durch virtuelle Bodenstationsdienste von Skynopy steigert Airbus die Reaktionsgeschwindigkeit seiner Erdbeobachtungsdienste: Ziel ist eine verbesserte Reaktionsfähigkeit und geringere Latenzzeiten bei der Bereitstellung von sehr hochauflösenden Satellitenbildern.
Airbus Defence and Space integriert die virtuellen Bodenstationsdienste des französischen NewSpace-Unternehmens Skynopy in das Bodensegment seiner Pléiades-Neo-Konstellation.
Die Pléiades-Neo-Satelliten liefern optische Aufnahmen mit einer nativen Auflösung von 30 cm. Durch die Einbindung der softwaredefinierten Bodeninfrastruktur von Skynopy kann Airbus die Datenakquise und -übertragung beschleunigen. Die Integration erlaubt eine schnellere Bereitstellung der Bilddaten über die OneAtlas-Plattform, was insbesondere für Anwendungen in Verteidigung, Katastrophenmanagement und Umweltbeobachtung relevant ist.
Skynopy nutzt zentralisierte Orchestrierung und virtualisierte Modem-Technologien, um neue Bodenstationen innerhalb weniger Wochen zu implementieren. Bereits durchgeführte Tests zeigen, dass neue Systeme in Rekordzeit in den operativen Betrieb überführt werden konnten - inklusive Echtzeit-Datenübertragung mit hohem Qualitätsstandard.
Die Zusammenarbeit unterstreicht laut Airbus die Bedeutung von Partnerschaften mit innovativen europäischen Start-ups. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie softwarebasierte Bodensegmente zur Leistungssteigerung bei zukünftigen Satellitenmissionen beitragen können. Skynopy betreibt derzeit ein hybrides Netzwerk mit 17 Standorten weltweit und entwickelt im Rahmen des AKAR-Projekts eine multibandfähige Infrastruktur für Echtzeitübertragungen.