KI für die Chip-Lieferkette

Micron setzt auf Data Analytics-Platform Athinia

19. Juli 2022, 11:08 Uhr | Heinz Arnold
Laura Matz, CEO von Athinia sowie Chief Science und Technology Officer von Merck, Manish Bhatia, Executive Vice President of Global Operations von Micron, und Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Electronics. 
Sind sich sicher, dass Data-Analytics-Plattformen wie Athinia Halbleiterherstellern entscheidende Vorteile bringen können: Laura Matz, CEO von Athinia sowie Chief Science und Technology Officer von Merck, Manish Bhatia, Executive Vice President of Global Operations von Micron, Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Electronics, und Alexander C. Karp, Mitgründer und CEO von Palantir 2 Technologies.
© Merck

Micron will mit Athina von Merck und Palantier ihre Zulieferer in eine einheitliche Data-Analytics-Platform einbinden, um die Lieferkette zu stabilisieren und schneller entwickeln und produzieren zu können.

Speicher-IC-Hersteller Micron Technology wird auf Basis der Data-Analytics-Platform von Athina ein Ecosystem aufbauen, um mit seinen Schlüsselzulieferern die digitale Transformation voranzutreiben. 

Athinia stellt durch KI unterstütze Methoden zur Qualitätskontrolle zur Verfügung. Micron ist überzeugt, auf Basis ausgewählter Daten aus der gesamten Lieferkette die Prozesse weiter verbessern, die Ausbeute steigern, die Kosten reduzieren und die Zeit verkürzen zu können, um neue Produkte auf den Markt zu bringen. 

Athina ist aus der Partnerschaft zwischen Merck und Palantier Technologies hervorgegangen und wurde im Dezember 2021 gestartet. »Die sichere Architektur, die Athina bietet, erlaubt es Micron und den Zulieferern auf eine einzige Quelle von Echtzeitdaten zuzugreifen, ohne dass es Probleme damit gibt, wem die Daten gehören und wie sie zu behandeln sind. Die Sicherheit und der Schutz der Privatsphäre sind gewährt«, sagt Laura Matz, CEO von Athinia sowie Chief Science und Technology Officer von Merck. »Die Platform kann den vollen Nutzen aus der durch Machine Learning unterstützen Analysen ziehen, weil die Daten unter den Partnern geteilt werden und alle Beteiligten nahtlos zusammenarbeiten, um kritische Problemstellungen gemeinsam angehen zu können.«

Deshalb rechnen Micron und die Partner in der Lieferkette damit, dass sich die Ausbeuten und die Qualität verbessern und die Qualifizierungszeiten verkürzen. »Weil die neusten hochkomplexen Technologien immer schwieriger zu beherrschen sind, ist es wichtig, dass mit Systemen wie Athina Methoden zur Verfügung stehen, die es verschiedene Partner ermöglichen zusammenarbeiten, was uns wiederum in die Lage versetzt, aufgrund der vielen Daten und der daraus resultierenden Erkenntnisse immer neue Generationen von Speicher-ICs entwickeln und produzieren zu können«, sagt Manish Bhatia, Executive Vice President of Global Operations von Micron.  

»Mit Athinia kann Micron die Qualität und die Nachhaltigkeit der Materialien verbessern, die Stabilität der Lieferkette erhöhen sowie die Innovationszyklen beschleunigen«, sagt Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Electronics. »Das sind Schlüsselziele für alle Hersteller von Halbleitern, weshalb Athinia der gesamten Halbleiterindustrie Vorteile bringen wird.«

»Die Produktion und die Versorgung mit Halbleitern ist für den Wohlstand und die Sicherheit lebenswichtig«, sagt Alexander C. Karp, Mitgründer und CEO von Palantir 2 Technologies. »Wir werden Micron und Athina die Software zur Verfügung stellen, die sie benötigen, um die Lieferkette so aufzustellen, dass die Welt mit einem der wesentlichsten Produkte – Chips – sicher versorgt werden kann.«
 

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