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DRAM-Markt 2018

Fast 100 Mrd. Dollar mit DRAMs

14. Februar 2018, 07:55 Uhr   |  Heinz Arnold

Fast 100 Mrd. Dollar mit DRAMs
© DRAMeXchange

Die Rangfolge der DRAM-Hersteller im vierten Quartal 2017 mit Umsatz in Dollar und Marktanteilen.

Die Hersteller von DRAMs haben 2017 gegenüber dem Vorjahr ihren Umsatz um 76 % gesteigert. 2018 soll er um 30 % klettern.

Damit würde der Umsatz mit DRAMs in diesem Jahr laut der Analysten von DRAMeXchange auf 96 Mrd. Dollar steigen. Im vierten Quartal 2017 hatten die Preise für DRAMs, die in Smartphones Einsatz finden, noch einmal angezogen, weil zu diesem Zeitpunkt die neusten Smartphone-Typen auf den Markt kamen. Deshalb mussten die Anwender im vierten Quartal 2017 zwischen  5 und 20 Prozent mehr für diese Typen auf den Tisch legen. Für andere DRAM-Typen hatte der Anstieg der Preise im vierten Quartal zwischen 5 und 10 Prozent gelegen.

Auch im ersten Quartal 2018 steigen die Preise weiter: Laut der TrendForce-Tochter DRAMeXchange verlangten die drei führenden DRAM-Hersteller im ersten Quartal 2018 im Durchschnitt um 5 Prozent mehr für ihre Produkte. Die Analysten schätzen, dass die Preise für Server-DRAMs um 3 bis 5 Prozent klettern werden.

Anders verlaufe die Entwicklung im Markt für mobile DRAMs: Weil die Nachfrage nach Smartphones im Moment zurückgeht, die NAND-Flash-Preise sinken und die National Development and Reform Commission von China Maßnahmen gegen weiter steigende DRAM-Preise ergreifen will, rechnet DRAMeXchange im Markt für DRAMs für den Einsatz in Mobilgeräten mit moderaten Steigerungen um 3 Prozent.  

Samsung weiter vorne

Unter den Herstellern liegt Samsung weiterhin auf Platz 1 und konnte mit 10,1 Mrd. Dollar den Umsatz im vierten Quartal 2017 um 14,5 Prozent erhöhen.  Der Umsatz von SK Hynix wuchs im selben Zeitraum um 14 Prozent auf 6,3 Mrd. Dollar, der von Micron um 13,4 auf 4,6 Mrd. Dollar. Nanya konnte im vierten Quartal sogar um fast 27 Prozent zulegen. Lediglich bei Winbond sank er, weil ds Unternehmen laut DRAMeXchange die Kapazität der DRAM-Fertigung auf die Produktion von NOR-Flash-Speicher verlagert habe.

Samsung setze laut DRAMeXchange den Schwerpunkt in diesem Jahr darauf, mehr DRAMs auf der 18-nm-Ebene zu fertigen. Das Unternehmen baue die Kapazitäten weiter aus, beispielsweise in der Fab in Pyeongtaek, um den Vorsprung zu anderen Herstellern auszubauen und die Schwelle für den Einstritt neuer Mitspieler auf den Markt hoch zu setzen. Ursprünglich habe Samsung die Kapazitätserweiterungen in Pyeongtaek nur für die produktion von NAND-Flash-Speichern vorgesehen gehabt, wolle jetzt aber wegen der gesunkenen NAND-Flash-Preise auch DRAMs produzieren.  

SK Hynix werde nach Meinung der Analysten die Ausbeute ihrer 18-nm-Fertigung weiter steigern. Die neue 12-Zoll-Fab in Wuxi, China, werde frühestens 2019 die Fertigung aufnehmen.

Micron befinde sich im Plan für den Übergang auf die 17-nm-Ebene. Mehr als 90 Prozent der DRAMs würden in der Fab in Taiwan (Rexchip) mit Hilfe des 17-nm-Prozesses gefertigt, bis zum zweiten Quartal 2018 soll komplett auf diese Technik umgestellt sein. In der ehemaligen Inotera-Fab in Taiwan soll der Übergang von der 20-nm- auf die 17-nm-Ebene bis Mitte des Jahres vollzogen sein. 

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