NAND-Flash-ICs und DRAMs

Speicherboom kühlt ab – ein wenig

16. Januar 2018, 6:24 Uhr | Heinz Arnold
Der Umsatz mit NAND-Flash-Speichern, den die weltweit führenden sechs Hersteller im ersten Quartal 2017 erzielt haben.
Der Umsatz mit NAND-Flash-Speichern, den die weltweit führenden sechs Hersteller im ersten Quartal 2017 erzielt haben.
© Trandforde

Eine Wachstumsrate, die sich halbiert und auf 30 Prozent fällt? Das dürfte so schlimm nicht sein.

Doch an der Börse haben solche Zahlen durchaus einen Effekt. Weil die Flash-Preise im vierten Quartal 2017 um 5 Prozent gefallen sind, häben die Aktien von Samsung um 7,5 und die von SK Hynix um 6,2 Prozent nachgegeben, berichtet Reuters.

Andererseits spricht niemand von einem Preisabsturz für NAND-Flash-ICs. Sie finden in Smartphones und in Servern Einsatz. Der Bedarf aus der Server-Branche dürfte weiterhin recht hoch bleiben, derzeit befinden sich viele neue Rechenzentren im Bau bzw.in der Planung. Gemessen in GB lag die NAND-Flash-Speicherkapazität in Smartphones im vierten Quartal 2017 um nicht weniger als 84 Prozent über dem im zweiten Quartal 2016, die DRAM-Speicherkapazität um 38 Prozent höher.

Deshalb rechnen die Analysten mit einen weiteren Wachstum von 30 Prozent in diesem Jahr – und das nach einem Boom-Jahr 2017. Das ist auch der Grund, aus dem die Hersteller weiter in den Ausbau ihrer Kapazitäten investieren. Sie sind im vergangenen Jahr um 34 Prozent gestiegen und sollen 2018 noch einmal um 43 Prozent wachsen. Ihre Kapazitäten würden vor allem Firmen wie  Micron, Toshiba und Western Digital ausbauen, um den Abstand zu Samsung zu verkleinern, die derzeit mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent die Nummer 1 unter den Herstellern von NAND-Flash-ICs ist. Das könnte laut Nomura einen Preisrückgang um 10 Prozent in diesem Jahr verursachen.

Der Markt für DRAMs wird voraussichtlich auch in diesem Jahr unter Knappheit leiden. Deshalb investierten die DRAM-Hersteller laut Nomura heftig in den Ausbau der Kapazitäten und würden nicht weniger als 38 Mrd. Dollar in ihre Linien investieren. Das könne wiederum 2019 zu einem Preisverfall von 18 Prozent führen.

 

Anbieter zum Thema

zu Matchmaker+

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Dynabook Europe GmbH, Western Digital GmbH, Hynix