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Neues Testfeld im Münchner Süden

TU München erforscht intelligente Mobilität

20. September 2021, 09:57 Uhr   |  Kathrin Veigel

TU München erforscht intelligente Mobilität
© IABG

Auf der neuen Versuchsanlage auf dem Gelände der IABG will man mit Augmented Reality herausfinden, wo Fallstricke moderner Mobilität liegen und wie schwächere Verkehrsteilnehmer am besten geschützt werden können.

Die TU München betreibt ab sofort gemeinsam mit IABG in Ottobrunn ein Testfeld für intelligente Mobilitätskonzepte. Auf der Versuchsanlage wollen sie das Zusammenwirken zukünftiger, autonomer Verkehrssysteme sowie deren sicheren und standardisierten Betrieb näher untersuchen.

Die neu einzurichtende Anlage in Ottobrunn soll ab dem kommenden Jahr auf dem Gelände der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG) in Betrieb gehen. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei der Technischen Universität München unter Federführung des Lehrstuhls für Verkehrstechnik.

Die Partner wollen die Überführung von Konzepten autonomen Fahrens in die Praxis erforschen, insbesondere mit Blick auf das sichere Zusammenwirken verschiedener Verkehrsteilnehmer und unterschiedlicher Systeme. Als Besonderheit des Testfelds können dort alle Fahrzeug-Hersteller und -Betreiber wissenschaftliche Untersuchungen durchführen, neue Technologien und deren sichere Anwendung erproben und gemeinsame Standards entwickeln.

Augmented Reality bei Gefahrsituationen

Im Mittelpunkt des Testfelds wird eine variable Kreuzungsanlage stehen, auf der eine Vielzahl komplexer Verkehrsszenarien unter Beteiligung autonomer und von Menschen gesteuerter Fahrzeuge, Fahrräder und Fußgänger experimentell untersucht werden kann. Ein Schwerpunkt wird dabei auf der Sicherheit von vulnerablen Verkehrsteilnehmern wie beispielsweise Fußgängern liegen. Zum Testen von Gefahrsituationen in Echtzeit sollen auch Simulationen zum Einsatz kommen, bei denen Personen per Augmented Reality eingeblendet werden.

Als weitere Versuchsanlagen sind eine »Park & Charge Lane« sowie ein Parkhaus geplant, in denen Elektroautos abgegeben, automatisch geparkt, induktiv aufgeladen und wieder fahrbereit zur Verfügung gestellt werden. Unter Einsatz moderner Sensortechnik und der 5G-Mobilfunktechnologie wollen die Partner die Vernetzung von Fahrzeugen auf ihre Praxistauglichkeit untersuchen und Empfehlungen für die Industrie und Politik ableiten. Die Absicherung des Zusammenwirkens selbstfahrender Fahrzeuge gilt als ein entscheidendes Thema für die Zulassung und Akzeptanz autonomer Verkehrssysteme.

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