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Bitkom-Umfrage

Mehrheit fordert Technologien gegen Klimawandel

27. September 2021, 07:00 Uhr   |  Tobias Schlichtmeier

Mehrheit fordert Technologien gegen Klimawandel
© Pixabay

Am vergangenen Freitag wurde weltweit dafür demonstriert, das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Mehr als die Hälfte der Deutschen setzt auf technische Innovationen, um den CO2-Ausstoß zu vermindern, wie eine Umfrage des Bitkom ergab.

So glauben 56 Prozent, innerhalb der nächsten 10 Jahre würden Technologien entwickelt, die die Klimaproblematik lösen. Unter den jungen Menschen zwischen 16 und 29 Jahren hoffen das mit 67 Prozent sogar zwei Drittel. Außerdem sind 52 Prozent der Meinung, der Kampf gegen den Klimawandel werde ohne Digitalisierung nicht zu bewältigen sein. 61 Prozent sind der Meinung, insbesondere Digitalunternehmen sollten ihren Einfluss nutzen, um Klimaschutz zu fördern. 56 Prozent fordern von ihnen sogar eine Vorreiterrolle im Kampf gegen den Klimawandel.

»Startups, die Lösungen für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz entwickeln, brechen mit viel Energie, Tempo und kreativen Ideen bestehende Märkte auf. Große Konzerne verordnen sich selbst Klimaziele, die ehrgeiziger sind als die Vorgaben der Politik. Das allein wird jedoch nicht reichen«, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Die neue Bundesregierung müsse neben einem starken Ausbau erneuerbarer Energien mithilfe der Digitalisierung die Ressourcen- und Energieeffizienz deutlich steigern, so Berg.

Klimaziele
© Bitkom

Die Studie beziffert das CO2-Einsparpotenzial digitaler Technologien bei einer moderaten Entwicklung der Digitalisierung, wie sie aktuell in Deutschland stattfindet, auf rund 102 Megatonnen CO2 im Jahr 2030.

Weiterhin halten 53 Prozent der Umfrge zufolge den Klimawandel für das größte und drängendste Menschheitsproblem – für weitere 20 Prozent ist es eines der wichtigsten Probleme. Lediglich 9 Prozent stimmen dem überhaupt nicht zu und sagen: Der Klimawandel ist ein Problem wie viele andere auch. 8 Prozent sehen den Klimawandel als übertrieben dargestellt, lediglich 6 Prozent sind der Ansicht, es gebe ihn nicht.

Aus Sicht des Bitkom muss die neue Bundesregierung unter anderem klimafreundliche Innovationen fördern, etwa mit attraktiven Rahmenbedingungen für Wagnis- und Wachstumskapital. »Digitalinnovationen für Umwelt und Klima brauchen eine solide Finanzierung«, so Berg. Außerdem schlägt Bitkom ein Förderprogramm für nachhaltige Technologien vor: So solle die neue Bundesregierung ein Programm schaffen, das  digitale Technologien gezielt fördert, die der Nachhaltigkeit dienen. Man müsse Technologien, die klare Vorteile für Klima und Umwelt gegenüber traditionellen Verfahren haben, zügig in die Fläche bringen.

So zeigt zum Beispiel die Bitkom-Studie »Klimaeffekte der Digitalisierung«, dass Deutschland mit einem beschleunigten Einsatz digitaler Technologien einen großen Teil der nötigen CO2-Einsparungen erreichen kann. Große Potenziale gibt es unter anderem in den Bereichen Industrie, Mobilität und Gebäude.

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