Europa baut seine Attraktivität für internationale Forschungstalente deutlich aus. 101 nationale und regionale Initiativen – ergänzt durch „Choose Europe for Science“ – bieten mehr Förderung, vereinfachte Zugänge und starke Karriereperspektiven. Das Interesse an EU-Forschungsprogrammen steigt stark.
Die europäische Kommission erklärt, dass nationale und regionale Programme Europas Position als attraktiver Standort für internationale Forschungstalente stärken. Inzwischen gibt es europaweit 101 entsprechende Initiativen, darunter 26 aus Deutschland, die unter anderem Postdoktorandinnen und Postdoktoranden sowie erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördern. Sie ergänzen die EU-Initiative „Choose Europe for Science“.
Seit dem Start von „Choose Europe“ im Mai 2025 ist die Zahl der Initiativen um mehr als 50 Prozent gestiegen. Das unterstreicht das klare Ziel Europas, exzellente Forschende aus aller Welt anzuziehen und ihnen optimale Bedingungen für eine wissenschaftliche Karriere in der Europäischen Union zu bieten.
Ekaterina Sachariewa, Kommissarin für Start-ups, Forschung und Innovation, betont: »Wir arbeiten als „Team Europa“ daran, Forschungstalente aus der ganzen Welt anzuziehen und bereits hier tätige Forscher zu unterstützen. Dank der wachsenden Zahl von Finanzierungsmöglichkeiten sowohl auf EU-Ebene als auch auf nationaler Ebene, der Achtung der Freiheit der wissenschaftlichen Forschung und einer hohen Lebensqualität sehen wir ein Rekordinteresse an Forschungsmöglichkeiten in Europa.«
Mit einem Fördervolumen von rund 1 Milliarde Euro verstärken die nationalen und regionalen Initiativen »Choose Europe for Science«. 2025 von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ins Leben gerufen, zielt Choose Europe darauf ab, ein dynamisches und werteorientiertes Forschungsumfeld zu fördern und unterstützt dies mit fast 900 Millionen Euro an EU-Fördermitteln. Diese werden über Ausschreibungen für internationale Forschende angeboten, die ihre Karriere in Europa fortsetzen oder dorthin verlegen möchten.
Auf europäischer Ebene haben sich die Anträge von Forschenden aus Nicht-EU-Ländern auf Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC) fast vervierfacht. Die Anträge auf Postdoktorandenstipendien im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen stiegen im vergangenen Jahr ebenfalls um 65 Prozent. Darüber hinaus zielen die EU-Visastrategie und die von der Kommission verabschiedete Empfehlung zur Gewinnung von Talenten für Innovation darauf ab, Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und damit den Zugang für Forschende zu verbessern.