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Automatisiertes Fahren

Hella bringt 77-Ghz-Radartechnologie für Pkw in Serie

07. Mai 2021, 08:53 Uhr   |  Irina Hübner

Hella bringt 77-Ghz-Radartechnologie für Pkw in Serie
© Hella

Die bereits im Truck-Bereich in Serie gebrachte 77-GHz-Technik wird nun auch für Pkw produziert.

Mit Einführung der 77-GHz-Radarsensoren für Pkw baut Hella seine Position im Bereich der Radartechnologie nun weiter aus. Jetzt ist die Serienproduktion der aktuellen 77-GHz-Radartechnologie für einen internationalen Automobilhersteller im Hella-Elektronik-Werk in Hamm angelaufen.

Die Technologie wurde bereits im Frühjahr letzten Jahres erstmals im Truck-Bereich in Serie gebracht. Auf Basis verschiedener erfolgreich akquirierter Großaufträge sowohl für Pkw – unter anderem bei einem deutschen Premiumkunden – als auch für Trucks, plant Hella zeitnah weitere Produktionsanläufe folgen. Darüber hinaus entwickelt Hella bereits die zweite 77-GHz-Radar-Generation, die 2024 für einen weiteren deutschen Premiumhersteller in Serie gehen soll.

Kernstück der 77-GHz-Radarsensoren von Hella ist der Radar-System-Chip, der auf der RF-CMOS-Technologie basiert. Durch die besondere Architektur lassen sich neben den Komponenten zum Senden und Empfangen auch digitale Komponenten sowie Systeme zur Selbstdiagnose auf dem Chip integrieren. Die Hella-Radarsensoren basieren zudem auf einem modularen, skalierbaren Plattformkonzept. Damit unterstützen sie unterschiedliche Fahrzeugarchitekturen und Schnittstellen wie zum Beispiel Ethernet. Kundenspezifische Anforderungen sowie aktuelle und zukünftige NCAP-Anforderungen lassen sich so flexibel umsetzen.

»Mit unseren innovativen 77-GHz-Radarsensoren treiben wir den Trend zum automatisierten Fahren weiter voran«, sagt Björn Twiehaus, der als Mitglied der Hella-Geschäftsführung den Elektronikbereich mitverantwortet. »Durch den Einsatz hocheffizienter Hardware und smarter Software heben wir die radarbasierte 360-Grad-Umfeldwahrnehmung auf die nächste Stufe und sind damit Treiber für eine sichere Mobilität.«

Auf dem Weg vom assistierten hin zum autonomen Fahren haben sich Radarsensoren als eine der Kerntechnologien für eine lückenlose Umfeldwahrnehmung durchgesetzt. Vor allem mit Blick auf Funktionen wie autonomes Parken oder automatisierte Spurwechsel gewinnt die 77-GHz-Technologie zunehmend an Bedeutung, da sie im Vergleich zu 24 GHz eine deutlich größere Signalbandbreite und damit eine verbesserte Umfeldauflösung bietet. Hierdurch lassen sich Objekte auf der Straße besser detektieren und klassifizieren.

Hella arbeitet kontinuierlich daran, die Leistungsfähigkeit der 77-GHz-Radarsensoren weiter zu steigern. Die zweite Generation 77 GHz zeichnet sich insbesondere durch den Einsatz neuester Antennen- und Chip-Technologien aus. Dadurch werden die Reichweiten nochmal erhöht, das Sichtfeld erweitert sowie die Messfähigkeit im Nahbereich weiter verbessert. Objekte wie Lastwagen, Autos, Zweiräder und Fußgänger lassen sich auf diese Weise noch präziser detektieren und verfolgen, was schließlich zu fundierteren Entscheidungsregeln beispielsweise beim Einleiten eines Spurwechsels oder beim Einparken führt. Auch lassen sich hierdurch Lage und Höhe selbst von kleineren Objekten wie Bordsteine und Straßenbegrenzungspfosten genauer ermitteln.

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