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Komfortable Nachtfahrten

Ford testet vorausschauende Scheinwerfer

23. April 2021, 08:26 Uhr   |  Irina Hübner

Ford testet vorausschauende Scheinwerfer
© Ford

Für die bestmögliche Ausleuchtung passt sich das Scheinwerverlicht den Kurven und Kreuzungen an.

Ford arbeitet daran, den Komfort und die Sicherheit beim Fahren in der Nacht zu erhöhen. Eine neue Technologie soll mithilfe des Navigationssystems die vorausliegende Straßengeometrie kennen und eigene Standortdaten in Echtzeit nutzen, um die Scheinwerfer dem Straßenverlauf anzupassen.

Der Prototyp des Beleuchtungssystems, das Ingenieure von »Ford Research and Advanced Engineering Europe« testen, verwendet GPS-Standortdaten und hochpräzise Informationen zur Straßentopographie, um Kurven auf der vorausliegenden Strecke exakt zu identifizieren. Ein Algorithmus berechnet entsprechend der Straßengeometrie und der Geschwindigkeit des Fahrzeugs Werte, um das Scheinwerferlicht für eine optimale Ausleuchtung der Kurven und Kreuzungen anzupassen.

Somit können sogar Gefahren erkannt werden, die quasi um die Ecke lauern und mit herkömmlichen Systemen erst viel später für den Fahrer sichtbar im Scheinwerferlicht auftauchen. Wenn unterwegs keine Standortdaten verfügbar sein sollten, verwendet das System kamera- und lenkwinkelbasierte Scheinwerfer-Abbiegetechnologien, um die Strecke weiterhin bestmöglich auszuleuchten, bis wieder GPS-Standortsignale empfangen werden können.

Die Ford-Forscher nutzen dazu eine Simulation, die die reale Welt in einer virtuellen Umgebung nachbildet. Die Simulationsumgebung berechnet die korrekte Reflektion des Scheinwerferlichts wie in der realen Welt, so dass die Forscher die Beleuchtungstechnologie realitätsnah visualisieren und im Sinne der Verkehrssicherheit optimieren können.

»Die vorausschauende Lichttechnologie, die wir jetzt entwickeln, könnte das Fahren im Dunkeln eines Tages so einfach machen, dass der Fahrer im Grunde bloß noch seinen Scheinwerfern folgen muss«, sagt Michael Koherr, Lighting Research Engineer, Ford of Europe. »Dieses neue karten- und ortsbasierte System ist der nächste Schritt auf unserer Suche danach, wie wir das Autofahren in der Nacht genauso einfach machen können wie tagsüber.«

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