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Geschäftsjahresende bei Osram

»Wir haben das Corona-Jahr gut bewältigt«

09. November 2020, 09:15 Uhr   |  Nicole Wörner

»Wir haben das Corona-Jahr gut bewältigt«
© Matthias Balk/dpa

Dr. Olaf Berlien, Osram: »Die starke Erholung der Profitabilität und der positive Free Cash Flow für das Gesamtjahr demonstrieren klar unsere Fähigkeit, die Unternehmensperformance weiter voranzutreiben.«

Das Geschäftsjahr 2019/2020 bei Osram ist vorbei. Wie ist es dem Lichtkonzern in diesem gesamtwirtschaftlich schwierigem Umfeld und im Hinblick auf die Übernahme durch ams gegangen? Und wie steht es um die Auslastung der Werke? Und um die Zukunft?

Was für eine turbulente Zeit für den traditionsreichen Lichtkonzern Osram. Erst das Gerangel mit den Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle, dann diverse Angebote durch den österreichischen Sensorhersteller ams, die finale Übernahme durch ams, das Ende des Joint Ventures mit Continental, und nicht zu vergessen – die Corona-Pandemie.

Und dennoch ist Osram relativ glimpflich durch das Jahr gekommen, wie der Jahresabschluss 2020 zeigt. Wenn auch die Zahlen im Frühjahr und Mitte des Jahres teilweise verheerend aussahen, so hat sich der Konzern doch vor allem dank eines soliden vierten Quartals wieder deutlich erholt: Vorläufigen Zahlen zufolge sank der vergleichbare Umsatz gegenüber dem Vorjahr „nur“ um 13,8 Prozent auf 3,039 Milliarden Euro (2019: 3,464 Mrd. Euro). Trotz des Umsatzrückgangs blieb die bereinigte EBITDA-Marge mit über acht Prozent stabil auf Vorjahresniveau. Das Nettoergebnis sei vom krisenbedingten Umsatzrückgang, den geplanten Kosten für die Transformation und Abschreibungen auf das Joint Venture Osram Continental geprägt, so der Konzern.

Einen Grund für das trotz allem stabile Abschneiden sieht der Osram-Vorstand in effizientem Management. »Wir haben früh und konsequent gehandelt«, so Dr. Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender der Osram Licht AG. »Wir haben sowohl unsere Mitarbeiter als auch unsere Wertschöpfung geschützt. Das hat sich ausgezahlt: Unser Free Cashflow war im letzten Geschäftsjahr mit zwölf Millionen Euro positiv. Darauf sind wir besonders stolz.« 
 

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1. »Wir haben das Corona-Jahr gut bewältigt«
2. Geschäftsbereiche unterschiedlich getroffen
3. Werke laufen unter Volllast
4. Management bestätigt Ausblick für 2021

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