Viertes Quartal 2025

ams OSRAM besser als erwartet

10. Februar 2026, 9:02 Uhr | Heinz Arnold
Aldo Kamper, CEO von ams OSRAM. »Mit den angekündigten Desinvestitionen und dem neuen Transformations‑ und Sparprogramm ‚Simplify‘ schärfen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und gewinnen die finanzielle Flexibilität zurück, gezielt in unser Wachstum zu investieren.«
© ams OSRAM

ams OSRAM hat im vierten Quartal 144 Mio. Euro Free Cash Flow erzielt und damit die Mitte der Prognosespanne übertroffen. Der Umsatz lag mit 874 Mio. Euro um 18,4 Prozent über dem Mittelwert der Prognose.

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Im vierten Quartal erzielte ams OSRAM einen Umsatz von 874 Mio. Euro und lag damit über dem Mittelwert der prognostizierten Spanne von 790 bis 890 Mio. Euro. Der ausgewiesene Umsatz stieg gegenüber dem Vorquartal um 2 Prozent, begünstigt durch einen starken saisonalen Anstieg im Auto-Ersatzlampen-Geschäft (Aftermarket). Bei konstantem Euro/Dollar-Wechselkurs hätte der Umsatz um mehr als 50 Mio. Euro höher gelegen.

Im Jahresvergleich fiel der Konzernumsatz 2025 um 3 Prozent auf 3,323 Mrd. Euro und blieb damit laut ams OSRAM weitgehend stabil. Der Rückgang sei vor allem auf den schwächeren Dollar und die Einstellung von Nicht‑Kerngeschäften im Halbleiterbereich zurückzuführen. Auf vergleichbarer Basis – bei konstantem Wechselkurs und ausschließlich betrachtet im fortgeführten Kernportfolio – wäre der Umsatz des Konzerns wie auch des Halbleiter‑Kerngeschäfts um rund 8 Prozent gestiegen.

Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte im vierten Quartal 18,4 Prozent und lag damit über dem Mittelwert der Prognose. Das bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 35 Mio. Euro, getragen von einer verbesserten Profitabilität, leicht positiven Währungseffekten sowie einem positiven latenten Steuerertrag – zusätzlich zu den üblichen, quartalsweise anfallenden Bereinigungen für Transformationskosten, Kaufpreisallokationen und aktienbasierte Transformations- und Sparprogramm ‚Simplify‘ im Umfang von 200 Mio. EUR.

»Das vergangene Jahr markierte einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum führenden Unternehmen im Bereich Digital Photonics. Das Programm ‚Re‑establish the Base‘ erreichte die angepeilten Einsparungen ein Jahr früher als geplant, und unsere Profitabilität verbesserte sich trotz erheblicher Gegenwinde. Zudem wuchs unser Halbleiter‑Kerngeschäft im Einklang mit unserem Wachstumsmodell, und unser technologischer Vorsprung sicherte neue Design‑Wins im Umfang von 5 Mrd. Euro«, sagte Aldo Kamper, CEO von ams OSRAM. »Mit den angekündigten Desinvestitionen und dem neuen Transformations‑ und Sparprogramm ‚Simplify‘ schärfen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und gewinnen die finanzielle Flexibilität zurück, gezielt in unser Wachstum zu investieren. Wir richten unseren vollen Fokus auf unsere Zukunft als Digital Photonics Powerhouse – einzigartig positioniert, um die maßgeblichen Technologie-Wendepunkte der digitalen Photonik zu erschließen, in den Bereichen Automotive, AR‑Smart‑Glasses, Biosensing, Robotik, bei optischen Datenverbindungen in KI‑Rechenzentren und darüber hinaus zu nutzen.«

Für das erste Quartal 2026 erwartet ams OSRAM einen Umsatz von 760 Mio. Euro, eine bereinigte EBITDA-Marge 15 Prozent ± 1,5 Prozent, basierend auf einem angenommenen Eujro/Dollar-Wechselkurs von 1,19 Das steht im Einklang mit der üblichen Q4/Q1-Saisonalität sowie dem erwarteten Dekonsolidierungseffekt aus dem Closing des Verkaufs des Geschäftsbereichs Specialty Lamps an Ushio.

Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert sms OSRAM angesichts der Desinvestitionen und eines schwächeren US-Dollars rechnet das Unternehmen mit einem moderaten Rückgang der Umsätze im Jahresvergleich und geht davon aus, dass das bereinigte EBITDA durch verschiedene einmalige Effekte im Zusammenhang mit den Desinvestitionen, verbleibenden Gemeinkosten, höheren Edelmetallpreisen und weiteren Faktoren belastet wird.


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