Intel Innovation

Neue Produkte, Technologien und Tools

16. November 2021, 13:52 Uhr | Iris Stroh

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

»Maschinen werden bald mehr Entscheidungen treffen als Menschen«

Lisa Pearce, Vice President und General Manager in der Visual Compute Group von Intel, wiederum stellt mit „Arc“ die erste Generation diskreter GPUs (Codename: Alchemist) vor, die von TSMC mithilfe seines N6-Prozesses gefertigt werden. Das Flaggschiff, das laut Pearce für Gaming-Anwendungen optimiert wurde, umfasst 32Xe-Cores und bietet laut Pearce alles, was selbst die anspruchsvollsten Spiele benötigen. So wird DX12 Ultimate vollständig unterstützt und hardwareseitig Funktionen wie Ray Tracing, Mesh Shader, Variable Rate Shading und dedizierte KI-Beschleuniger (XMX) für XeSS, die Intel-eigene Upscaling-Technik, beinhalten. Darüber hinaus unterstützt Alchemist die Deep-Link-Technologie von Intel. Laut ihrer Aussage haben die ersten Intel-Partner bereits Alchemist-Silizium in ihren Händen.

Anbieter zum Thema

zu Matchmaker+
Intel
Roxo ist durch eine Zusammenarbeit zwischen DEKA Research & Development und FedEx entstanden, dient der autonomen Zustellung bis zur Haustür und basiert auf Intel-Core-i7-Prozessoren der 11. Generation.
© Intel

Mit IPUs (Infrastructure Processing Units) lassen sich Performance und Sicherheit in Datenzentren erhöhen, indem die Infrastruktur- und Anwendungsebenen voneinander getrennt werden. Bei Intel heißt es: »Infrastrukturdienste z. B. für virtuelle Switches, Sicherheit und Datenspeicher können einen erheblichen Bedarf an CPU-Zyklen aufweisen. IPUs beschleunigen die Netzwerkinfrastruktur, indem sie CPU-Kerne freigeben und so die Anwendungsleistung verbessern. IPUs ermöglichen Cloud-Serviceanbietern eine angepasste Bereitstellung von Infrastrukturfunktionen mit Softwaregeschwindigkeit und verbessern gleichzeitig die Nutzung von Rechenzentren durch flexible Workload-Platzierung.« Auf der Entwicklerkonferenz haben Intel und Google bekannt gegeben, dass sie gemeinsam eine ASIC-basierte IPU (Codename: Mount Evans) entwickelt haben. Mount Evans soll durch ein offenes IPDK (Infrastructure Programmer Development Kit) und eine Standard-Programmiersprache unterstützt werden.

Künstliche Intelligenz

»Maschinen werden bald mehr Entscheidungen treffen als Menschen«, erklärt Gelsinger und fordert, dass dann aber auch sichergestellt sein muss, dass die Entscheidungen besser und ethisch vertretbar sind. Laut Sandra L. Rivera, Executive Vice President und General Manager der Datacenter and AI Group von Intel, hat das Unternehmen schon viel für die Demokratisierung von AI getan, beispielsweise durch Optimierungen beliebter Bibliotheken und Frameworks. Rivera weist außerdem auf eine Zusammenarbeit mit Alibaba Cloud hin. Im Rahmen dessen haben die beiden Unternehmen gemeinsam das End-to-End Toolkit „DeepRec“ entwickelt, mit dem Entwickler Deep-Learning-Trainingsmodelle für die Suchmaschine von Alibaba Cloud erstellen können. DeepRec ist für KI-Beschleunigungs-Engines optimiert, die in den skalierbaren Intel-Xeon-Prozessoren integriert sind – unter anderem AVX-512, VNNI und BF16. Mit der Technologie haben Developer die Möglichkeit, Modelle einfach zu laden und zu aktualisieren, eingebettete Ebenen zu verarbeiten und bestehende Modelle zu nutzen. Außerdem hat sich Intel mit der Open Source Community und mit Amazon, Baidu, Facebook, Google sowie Microsoft zusammengetan, um bekannte Data Science Software für den Betrieb auf Intel-Hardware zu optimieren, darunter Pandas, scikit-learn, MXNet, PaddlePaddle, PyTorch, TensorFlow und ONNX Runtime.

Zum Schluss verweist Gelsinger noch auf das Aurora-System. Der gemeinsam mit dem Argonne National Laboratory entwickelte Supercomputer basiert auf den skalierbaren Intel-Xeon-Prozessoren der nächsten Generation (Codename: Sapphire Rapids) und Intel-GPUs der nächsten Generation (Codename: Ponte Vecchio) und soll laut Gelsinger eine Leistung von über 2 ExaFLOPS bei Berechnungen mit doppelter Präzision erreichen. 

Moore’s Law ist definitiv nicht am Ende
Es wurde schon viel über das Ende von Moore’s Law geschrieben. Pat Gelsinger, CEO von Intel, beurteilt die Lage ganz anders: Nicht nur, dass Moore’s Law lebendig ist und es ihm sehr gut gehe, Gelsinger ist sogar überzeugt, dass Intel in dieser Dekade die Innovationsgeschwindigkeit von Moore’s Law auf alle Fälle halten, wenn nicht sogar noch steigern kann. Seine Zuversicht stützt er einerseits auf die EUV-Lithografie, andererseits aber auch auf hausinterne Technologieentwicklungen wie RibbonFET (Gate-All-Around-Transistoren), PowerVia (rückseitige Stromversorgung der Transistoren) und der Möglichkeit, die PMOS- und NMOS-RibbonFETs übereinander zu stapeln, sowie Weiterentwicklungen in der Gehäusetechnologie. 


  1. Neue Produkte, Technologien und Tools
  2. »Maschinen werden bald mehr Entscheidungen treffen als Menschen«

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

INTEL GmbH, Microsoft Deutschland GmbH