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Prozessor und GPU vorgestellt

Intel investiert verstärkt in HPC

Ponte Vecchio
Die Xe-HPC-basierte GPU (Codename »Ponte Vecchio«) soll im Formfaktor OCP Accelerator Module (OAM) sowie Subsystemenen verfügbar sein.
© Intel

Auf der International Supercomputing Conference (ISC) 2021 stellt Intel neue Technologien und Partnerschaften vor. Hiermit will der Halbleiterhersteller seine Position beim High Performance Computing (HPC) ausbauen. Gelingen soll das unter anderem mit Xeon-Prozessoren sowie neuen GPUs.

Bereits Anfang des Jahres brachte Intel seine neuen Xeon-Prozessoren der dritten Generation (Codename »Sapphire Rapids«) auf den Markt. Laut Intel liefert die neue CPU eine bis zu 53 % höhere Leistung in einigen HPC-Anwendungsbereichen im Vergleich zum Prozessor der vorangegangenen Generation. So sind zum Beispiel Monte-Carlo-Simulationen zweimal schneller, sodass Finanzunternehmen die Ergebnisse für die Preisfindung doppelt so schnell erzielen könnten, so Intel.

Zum Einsatz kommen die Xeon-Prozessoren zum Beispiel im Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching bei München. In Kooperation mit Lenovo wird der Superrechner »SuperMUC-NG« in Phase 2 überführt. Ziel ist es, neben Berechnungen und Simulationen in Zukunft ebenfalls KI und Deep Learning zu integrieren.

High Bandwidth Memory

Die neuen Xeon-Prozessoren sind mit High Bandwidth Memory (HBM) ausgestattet, was die Speicherbandbreite erhöht und eine Leistungsverbesserung für HPC-Anwendungen ermöglicht. Nutzer können die Workloads entweder ausschließlich mit High Bandwidth Memory oder in Kombination mit DDR5-Speicher bewältigen.

Weiterhin eröffnet Sapphire Rapids neue Möglichkeiten um HPC zu beschleunigen, darunter die doppelte I/O-Bandbreite mit PCI-Express 5.0 sowie die Unterstützung von Compute Express Link (CXL) 1.1. Das ermöglicht neue Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Computing, Netzwerke sowie Speicher. Außerdem ist die KI-Beschleunigungs-Engine »Advanced Matrix Extensions« (AMX) integriert.

Xe-HPC GPU erstmals in Betrieb

Anfang des Jahres hat Intel seine Xe-HPC-basierte GPU (Codename »Ponte Vecchio«) erstmals in Betrieb genommen. Sie befindet sich derzeit im Systemvalidierungsprozess. Ponte Vecchio ist eine auf der Xe-Architektur basierende GPU. Sie integriert mehrere Chips im Packet – beispielsweise HBM-Speicher. Ponte Vecchio soll im OCP Accelerator Module (OAM)-Formfaktor und in Subsystemen erhältlich sein und so über die für HPC-Anwendungen erforderlichen Scale-up- und Scale-out-Möglichkeiten verfügen.

Erweiterung von Ethernet

Auf der ISC 2021 kündigte Intel außerdem die neue Anwendung »High-Performance Networking with Ethernet« (HPN) an. Es erweitert Ethernet für kleine Cluster im HPC-Bereich. Möglich ist das mit dem Verwenden von Standard-Netzwerkadapter und -Controllern der Ethernet-800-Serie, Switches, die auf P4-programmierbaren Ethernet-ASICs der Tofino-Serie basieren sowie der Ethernet Fabric Suite Software.

Support von DAOS

Weiterhin kündigte Intel den Support für Distributed Application Object Storage (DAOS) an. DAOS ist ein Objektspeicher der auf Open Source basiert. Er optimiert den Datenaustausch zwischen HPC-Architekturen von Intel. Ab sofort steht er bei Intel-Partnern als L3-Support-Angebot zur Verfügung. Mit ihm ist es möglich – in Kombination mit Dienstleistungen – eine komplette schlüsselfertige Speicheranwendung zu implementieren.

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