Weltpremiere Factory 56 Mercedes-Benz baut Autofabrik der Zukunft

In Sindelfingen entsteht mit der Factory 56 die Autofabrik der Zukunft von Mercedes-Benz. Hier werden nicht nur die neue S-Klasse, sondern auch das erste Fahrzeug der Technologiemarke EQ vom Band laufen.
In Sindelfingen entsteht mit der Factory 56 die Autofabrik der Zukunft von Mercedes-Benz. Hier werden nicht nur die neue S-Klasse, sondern auch das erste Fahrzeug der Technologiemarke EQ vom Band laufen.

Im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen wurde der Grundstein für die Produktionshalle Factory 56 gelegt. Hier werden modernste Produktionstechnologien zum Einsatz kommen. Im Mittelpunkt steht der Mensch.

Zur Grundsteinlegung für die neue Montagehalle im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen trafen sich am 20. Februar Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Neben Markus Schäfer nahmen auch Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, Dr. Bernd Vöhringer, Oberbürgermeister der Stadt Sindelfingen, sowie Michael Bauer, Standortverantwortlicher des Mercedes-Benz Werks Sindelfingen und Leiter der Produktion, und Ergun Lümali, Betriebsratsvorsitzender des Werks Sindelfingen, an den Feierlichkeiten teil. »Die Factory 56 wird die Art und Weise, wie Autos gebaut werden, neu definieren. Mercedes-Benz Cars baut mit der Factory 56 die Autofabrik der Zukunft. Sie kombiniert drei richtungsweisende Eigenschaften: Sie ist durchgängig digital und flexibel – und sie füllt den Begriff grüne Produktion mit Leben. Als Erfinder des Automobils erfinden wir die Produktion neu«, betonte Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain.

Das neue Werk wird Anfang der nächsten Dekade in Betrieb genommen. Produziert werden Pkw und Elektrofahrzeuge der Ober- und Luxusklasse sowie Robo-Taxis. Dazu gehören unter anderem die neue Generation der S-Klasse sowie das erste Elektrofahrzeug der Produkt- und Technologiemarke EQ. Für die Baustelle wurden 700.000 m3 Erde bewegt. Die Grundfläche ist 220.000 m2 groß. Das entspricht circa 30 Fußballfeldern. Für die Stahlkonstruktion werden circa 6.400 Tonnen Stahl verbaut.

Ein wesentliches Merkmal der Factory 56 ist die 360 Grad-Vernetzung über die Wertschöpfungskette hinweg – von Lieferanten, über Entwicklung, Design und Produktion bis zu den Kunden. Beispielsweise sollen künftig die fertig produzierten Fahrzeuge automatisiert vom Band zur Verladestation fahren. Heute schon können Neufahrzeugkäufer über die Mercedes me-App und online unter dem Stichwort »Digitale Vorfreude« exklusive Einblicke in die Produktion ihrer Fahrzeuge an verschiedenen Standorten in Deutschland erhalten und sich so die Wartezeit bis zur Auslieferung interessanter gestalten.

Künstliche Intelligenz, Big Data-Analysen und Predictive Maintenance sorgen für hohe Transparenz und Unterstützung in der Produktionsplanung, Steuerung und schließlich auch der Qualitätssicherung. Durch die Analyse bestehender Produktionsdaten können beispielsweise Vorhersagen über mögliche Störungen oder bevorstehende Wartungsarbeiten getroffen werden, noch bevor diese überhaupt entstehen.