Saft, Siemens, Solvay und Manz

Europäische Akku-Allianz zur »Batterie der Zukunft«

23. Februar 2018, 10:50 Uhr | Andreas Pfeffer
Lithium-Ionen-Batterien von Saft
Lithium-Ionen-Batterien in der Produktionshalle von Saft in Poitiers (Frankreich).
© Thomson Reuters

Gemeinsam mit europäischen Partnern möchte der Batteriehersteller Saft neue Batteriegenerationen entwickeln, beispielsweise für den Einsatz in E-Fahrzeugen. Das Projekt ist auf sieben Jahre angelegt und konzentriert sich auf Lithium-Ionen- und Festkörper-Technik mit hoher Energiedichte.

Das Batterieunternehmen Saft baut mit anderen europäischen Partnern eine Allianz auf, um gemeinsam die Forschung, Entwicklung und Industrialisierung neuer Batteriegenerationen durchzuführen. Die neuen Batterien sollen im Vergleich zu aktuellen Lithium-Ionen-Produkten Vorteile in Bezug auf Leistung, Kosten und Sicherheit bieten. Ziel ist ein skalierbarer Standardblock mit einer Kapazität von 1 GWh.

Sollte die Entwicklung erfolgreich sein, wird der nächste Schritt darin bestehen, mit Industriepartnern an neuen Fertigungsprozessen sowie an der Zell- und Systemindustrialisierung zu arbeiten.

Das Unternehmen selbst verfügt über 100 Jahre Erfahrung in der Forschung, Entwicklung und Herstellung von Hochleistungszellen und -batterien – über 25 Jahre im Bereich Lithium-Ionen. Nachfolgende Unternehmen haben sich der Akku-Allianz angeschlossen, um in den Bereichen Materialien, Ausrüstung und Digitalisierung industrieller Prozesse zu unterstützen:

  • Solvay, der Werkstoff- und Chemiekonzern, der seine Expertise in Polymer- und Elektrolytprodukten einbringt.
  • Manz, der Spezialist für die Ausrüstung von Batteriezellen und -modulen.
  • Siemens, der Konzern stattet Industrie 4.0-Fertigungsstätten mit Software- und Automatisierungsprodukten aus.
  • Weitere europäische Unternehmen, die in den Bereichen Material- und Systemintegration tätig sind.

Die Allianz ist offen für weitere Kooperationen oder Partnerschaften und arbeitet nun in den nächsten sieben Jahren an den gemeinsamen Zielen. Während der verschiedenen Phasen des Projekts wird die Kerngruppe zusätzlich mit europäischen Hochschulen, Forschungszentren, Unternehmen, Kunden und anderen Einrichtungen zusammenarbeiten – um das gesamte europäische Know-How zu nutzen.

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