Bestzeit in der »Grünen Hölle« Emissionsfreier Rekord für den Volkswagen ID.R

Nach 6:05,336 Minuten überquerte der Volkswagen ID.R die Ziellinie – neuer Elektro-Rekord auf der Nordschleife.
Nach 6:05,336 Minuten überquerte der Volkswagen ID.R die Ziellinie – neuer Elektro-Rekord auf der Nordschleife.

Am 3. Juni 2019 hat der VW ID.R die 20,8 km lange Nordschleife des Nürburgrings schneller umrundet als ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug jemals zuvor. In nur fünf Monaten wurde das Fahrzeug umfassend weiterentwickelt – Balanceakt zwischen Batterietemperatur und aerodynamischer Leistung.

Romain Dumas steuerte den E-Rennwagen Volkswagen ID.R durch die 73 Kurven der 20,8 km langen Strecke auf dem Nürburgring – die Nordschleife zählt zu den anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt. Mit einer Rundenzeit von 6:05,336 Minuten wurde der bisherige E-Rekord um 40,564 Sekunden verbessert. Der neue Elektro-Rekord auf der Nordschleife ist die zweitschnellste, offiziell verkündete Zeit, die auf der 1927 eingeweihten Strecke gefahren wurde. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 204,96 km/h unterstreicht der von zwei Elektro-Motoren angetriebene ID.R mit 500 kW (680 PS) die hohe Leistungsfähigkeit der Elektromobilität.

Volkswagen Motorsport hat den VW ID.R nach dem Pikes Peak International Hill Climb (USA) und dem Goodwood Festival of Speed in Südengland auf die extremen Herausforderungen der Nürburgring-Nordschleife weiterentwickelt:

  • Aerodynamik-Konfiguration für Höchstgeschwindigkeit anstatt auf maximalen Anpressdruck
  • Fahrwerksabstimmung
  • Energiemanagement
  • Reifenauswahl

Die Ingenieure setzten bei der Auslegung des Batterie- und Temperaturmanagements die CFD-Simulationssoftware (Computational Fluid Dynamics, Strömungssimulation) Fluids von Ansys ein. Durch Simulationen wurde die Batterie des ID.R optimiert und verschiedene Kühlsysteme getestet, die das aerodynamische Design des Fahrzeugs nicht beeinträchtigen. So wurden eine ausreichende Wärmeabfuhr und eine gleichmäßige Temperatur sichergestellt – Balance zwischen der Kontrolle der Batterietemperatur und der Maximierung der aerodynamischen Leistung unter extrem schwierigen Fahrbedingungen. Ein digitaler Zwilling ermöglichte zudem, die Leistung auf der Strecke virtuell zu simulieren.