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Varta: Agrarrobotik als Wachstumsmarkt

Autonome Ladestationen für den 24-Stunden-Betrieb

18. November 2020, 15:46 Uhr   |  Engelbert Hopf

Autonome Ladestationen für den 24-Stunden-Betrieb
© Naïo Technologies

Durch den Einsatz neuer Batterien von Varta soll die Autonomie des Agrobots Oz um mehr als 30 Prozent gesteigert werden. Mehr als 120 Landwirte nutzen Oz bereits zum Gemüseanbau.

Auch wenn die jüngsten Erfolge speziell im Bereich der Mikrobatterien liegen, deckt Varta ein deutlich weiteres Batterietechnikspektrum ab, wie die jüngsten Zusammenarbeiten mit den französischen Unternehmen Naïo Technologies und Desoutter belegen.

Dafür, dass die Varta AG auch weiterhin von Herbert Schein geführt wird, sorgt derweil eine vorzeitige Vertragsverlängerung.

Varta, dieser Name stand in den letzten Jahren vor allem für Erfolge im Bereich Mikrobatterien. So trug zuletzt die Technologie- und Marktführerschaft im Bereich wiederaufladbarer Miniatur-Lithium-Ionen-Akkus zu massiven Umsatzsteigerungen und millionenschweren Investitionen in den weiteren Ausbau der Fertigungskapazitäten bei. Vor Kurzem wurde nun bekannt, dass sich Varta mit einem anderen Pionier zusammengetan hat, um in einem völlig neuen Betätigungsfeld aktiv zu werden.

Varta arbeitet mit Naïo Technologies zusammen, um eine autonome, transportable Ladestation für Roboter zu schaffen. Naïo Technologies wurde 2011 von den Robotikingenieuren Gaëtan Séverac und Aymeric Barthes gegründet und ist ansässig in Toulouse. Ziel des Unternehmens ist es, gemeinsam mit Landwirten und Verbrauchern landwirtschaftliche Robotikprodukte zu entwickeln, herzustellen und zu vermarkten. Bis heute sind weltweit fast 150 solche Roboter im Umlauf, darunter Oz für den diversifizierten Gemüseanbau.

Ziel der Zusammenarbeit mit Varta ist es, eine End-to-End-Lösung für eine Fernladestation zu entwickeln, die keinen Anschluss an das Stromnetz benötigt. Möglich ist dies als drahtlose Lösung, die mit Solarstrom oder Strom aus anderen regenerativen Energien betrieben wird. Wenn die Batterie der Roboter leer ist, sollen sich diese selbsttätig zu ihren Ladestationen navigieren. Naïo und Varta wollen Landwirten so eine 24-stündige Nutzung der Roboter ermöglichen, ohne sich um deren Stromversorgung kümmern zu müssen. Vor allem in der Hochsaison wäre dies ein großer Vorteil.

Varta bewertet die Agrarrobotik als aufstrebenden Wachstumsmarkt. »Durch die Einbringung unseres Fachwissens und unserer Erfahrung in Agrobots kann sich Naïo Technologies als Marktführer auf seine Kernkompetenz konzentrieren, die Kombination von Robotik und Landwirtschaft zu einem vollen Erfolg zu machen«, so Steve Saunders, Key Account Manager für Großbritannien und Frankreich bei Varta. »Wir sorgen dafür, dass die Roboter effizienter arbeiten, da unsere Energieverwaltungslösung das Laden schneller, flexibler und einfacher macht. Unsere fortschrittliche Batterietechnologie ermöglicht zudem eine höhere Leistung.«

Schein_Herbert
© Varta

Vorzeitig hat Varta den Vertrag mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Herbert Schein bis 2026 verlängert. Unter der Leitung des 55-Jährigen ging Varta 2017 erfolgreich an die Börse. Seit 2019 im MDAX-gelistet, entwickelte sich das Unternehmen unter seiner Leitung zum Innovations- und Marktführer im Bereich kleiner Lithium-Ionen-Zellen.

Um die Machbarkeit der Ansätze zu testen, wurde zwei Proofs of Concept gestartet. Beim ersten werden die Batterien von Varta in Oz integriert, dem ersten Roboter von Naïo Technologies, der speziell für den Gemüseanbau entwickelt wurde und bereits von mehr als 120 Landwirten verwendet wird. Mit den neuen Batterien soll die Autonomie des Agrobots um mehr als 30 Prozent gesteigert werden. Der zweite Proof of Concept besteht in der Schaffung einer Solarladestation, die direkt vor Ort einsetzbar ist. Diese Feldladestation wird eine Weltneuheit für die Agrarrobotik sein.

»Dank unserer Erfahrungen in der Agrarrobotik können wir uns mit Varta problemlos über die bestehenden Herausforderungen aus Anwendersicht austauschen«, so Gaëtan Séverac, Mitbegründer von Naïo Technologies. »Wie bei allen unseren Robotern ist es unsere Priorität, den Endnutzern, den Landwirten, eine einfache Lösung mit möglichst geringen Einschränkungen für ihre täglichen Aktivitäten anzubieten.«

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2. ..."Lebensdauer um mindestens 20 % erhöhen..."

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