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BMW investiert in Leipzig

100 Mio. Euro für Batteriewerk

24. September 2020, 03:51 Uhr   |  Heinz Arnold

100 Mio. Euro für Batteriewerk
© BMW

Die Produktion von Batteriemodulen bei BMW.

BMW investiert bis 2022 mehr als 100 Mio. Euro in das Werk Leipzig, um auf den steigenden Absatz elektrifizierter Fahrzeuge vorbereitet zu sein.

Ab Mitte 2021 will BMW dort Batteriemodule in Großserie produziert. Die Hochvoltbatterien für sämtliche elektrifizierte Fahrzeuge der Marken BMW und MINI kommen bisher aus den drei hauseigenen Batteriefertigungen in Dingolfing, Spartanburg/USA und Shenyang/China.

»Erst vor kurzem haben wir das Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion in Dingolfing eröffnet und mit einem weiteren Batteriezentrum in China bei BMW Brilliance Automotive die Kapazität für die Produktion von Hochvoltbatterien verdoppelt. Nun weiten wir die Batterieproduktion auch in Deutschland weiter aus«, sagt Michael Nikolaides, Leiter Planung und Produktion Motoren und E-Antriebe.
 
Im Werk Leipzig produziert BMW bereits seit 2013 den i3, das erste vollelektrische Fahrzeug des Herstellers. »Jetzt bringen wir die Kompetenz in die Produktion von Hochvoltbatterien ein. Bis 2022 werden mehr als 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Batteriemodulfertigung am Standort tätig sein«, sagt Hans-Peter Kemser, Leiter BMW Group Werk Leipzig.

Von der Batteriezelle zur Hochvoltbatterie

Die Fertigung der Hochvoltbatterien gliedert sich in zwei Produktionsabschnitte. In einem hochautomatisierten Prozess werden zunächst die Lithium-Ionen-Zellen geprüft und anschließend zu einer größeren Einheit, den sogenannten Batteriemodulen, zusammengefügt. Die Batteriezellen bezieht die BMW Group von Partnern, die sie nach genauen Vorgaben produzieren. Je nach Fahrzeugkonzept kommen unterschiedliche, für den jeweiligen Einsatzfall geeignete  Batteriezellen zum Einsatz.

Anschließend werden die Batteriemodule gemeinsam mit den Anschlüssen zum Fahrzeug, Steuergeräten und Kühlaggregaten in ein Aluminiumgehäuse montiert. Die Größe und Form des Aluminiumgehäuses sowie die Anzahl der verwendeten Batteriemodule ist je nach Fahrzeugvariante unterschiedlich.

Diese Kombination aus standardisierten Batteriemodulen und an das Fahrzeug flexibel angepassten Gehäusen hat laut BMW mehrere Vorteile: Zum einen stellt sie in der Produktion von Hochvoltbatterien einheitliche Eigenschaften und Qualitätsstandards sicher. Zum anderen ist der modulare Aufbau der Hochvoltbatterie die Basis für verschiedenste E-Antriebsvarianten. Und nicht zuletzt schafft dieses Baukastenprinzip die Voraussetzung dafür, schnell auf die Kundennachfrage reagieren zu können und Kostenvorteile zu nutzen.

Der Elektrifizierungsplan

Bereits 2021 soll ein Viertel der in Europa verkauften Fahrzeuge der BMW Group einen elektrischen Antrieb haben, 2025 ein Drittel und 2030 die Hälfte. Im Jahr 2023 will die BMW Group 25 elektrifizierte Modelle auf die Straße gebracht haben, die Hälfte davon mit rein elektrischem Antrieb.

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