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Interview mit Teledyne LeCroy

»Wir haben uns früh auf die Marktveränderung eingestellt«

Jens Scheuren, Teledyne LeCroy
Jens Scheuren, Teledyne LeCroy
© Teledyne LeCroy / Markt&Technik

Corona-Pandemie, Bauteilverknappung, unterbrochene Lieferketten – all das hat Teledyne LeCroy nicht davon abgehalten, seine Geschäftsbereiche weiter auszubauen. Was gibt es Neues von den Oszilloskopen, Protokollanalysatoren und den Teledyne Test Tools T3? Wir haben nachgefragt.

Markt&Technik: Herr Scheuren, die unausweichliche Frage vorweg: Wie hat die Corona-Pandemie Ihr Geschäft beeinflusst?

Jens Scheuren, Regional Manager DACH von Teledyne LeCroy: Trotz der durch die Pandemie hervorgerufene außergewöhnliche Situation lief unsere Entwicklungsaktivität fast normal weiter. Natürlich haben wir die Zurückhaltung unserer Kunden in der unsicheren Phase am Anfang der Pandemie gespürt. Zudem ist es für einen technischen Vertrieb eine Herausforderung, unsere Anwender und Geschäftspartner nur eingeschränkt persönlich treffen zu können.

Aber wie immer wächst man an seinen Aufgaben. Wer hätte gedacht, dass virtuelle Besprechungen und sogar technische Vorführungen online so schnell eine Akzeptanz finden würden. Wobei wir natürlich froh sind, dass der persönliche Kontakt zunehmend wieder möglich ist. Genauso haben wir gesehen, dass seit dem Sommer 2020 der Bedarf unserer Kunden wieder stark zugenommen hat.

Wie haben sich die Bauteilknappheit und die Lieferengpässe der Zulieferer auf Ihre Lieferzeiten und Ihr Geschäft ausgewirkt?

Die Kombination aus zunehmendem Bedarf unserer Kunden und der nach wie vor knappen Verfügbarkeit spezifischer Bauteile stellt natürlich gerade im Hightech-Bereich eine Herausforderung dar. Unsere gestiegenen Lieferzeiten sind ein Indiz dafür. Weil unsere Geschäftspartner mit den gleichen Problemen konfrontiert sind, erleben wir häufig, dass wir gemeinsam Lösungen suchen und auch finden.

Wann erwarten Sie die Rückkehr zumindest zu einer Art von Normalität?

Es ist zu erwarten, dass die Liefersituation von Bauteilen uns auch durch das Jahr 2022 begleiten wird. Darauf werden wir uns einstellen. Dazu möchte ich an dieser Stelle betonen, wie stolz wir auf unsere Kollegen in den Produktionsstätten sind – sie machen einen herausragenden Job, um diese Situation zu meistern.

Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen, um Ihre Lieferzeiten im Rahmen zu halten?

Wir haben schon immer Wert auf eine gute Planung gelegt. Das kommt uns jetzt zugute, weil wir gelernt haben, uns frühzeitig und kontinuierlich auf sich wandelnde Marktsituationen einzustellen. Hinzu kommen die Möglichkeiten des Teledyne-Konzerns. Seit einigen Jahren laufen Programme, den Bedarf einzelner Tochtergesellschaften zusammenzuführen. Von dieser Konsolidierung profitieren alle Bereiche des Konzerns. Zaubern kann aber niemand, und es wird noch dauern bis wir wieder „normale“ Lieferzeiten sehen werden.

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