Neues Oszilloskop von Siglent

In den 2-GHz-Bereich vorgestoßen

13. Oktober 2021, 13:25 Uhr | Markus Haller
SDS6000A-Oszilloskop mit 12-Zoll-Touch-Display.
SDS6000A-Oszilloskop mit 12-Zoll-Touch-Display.
© Siglent Technologies

SDS6000A heißt Siglents neue Oszilloskop-Serie. Integriert sind zahlreiche Funktionen, die man von den Premium-Anbietern kennt. 2 GHz Bandbreite sind für den chinesischen Hersteller ein neuer Meilenstein.

Die Eckdaten der neuen Serie – 4 Messkanäle, Bandbreite bis 2 GHz, 5 GSa/s Abtastrate pro Kanal und 5 Millionen Speicherpunkte – lesen sich wie die Angaben eines guten Mittelklasse-Oszilloskops. Bei Siglent tragen sie die Bezeichnung »Performance-Oszilloskope« und lösen die SDS5000X-Reihe (1 GHz Bandbreite) als bisher leistungsstärkste Oszilloskop-Familie des Herstellers ab. Mit der neu entwickelten Eingangsstufe erreichen die SDS6000A einen SFDR-Wert von >45 dBc, eine Kanal-zu-Kanal Isolation bis 70 dB und eine DC-Verstärkergenauigkeit von +/- 1.5%. Vertikal lassen sich Signale bis 500 Mikrovolt erfassen. Verfügbar sind die SDS6000A mit den Bandbreiten 500 MHz, 1 GHz und 2 GHz.

High-Resolution-Modus

Über einen integrierten High-Resolution-Modus lässt sich bei verminderter Bandbreite die vertikale Auflösung von 8 bit auf 16 bit erhöhen. Die hohe Signalerfassungsrate von 750.000 wfms/s verkürzt die Blindzeit zwischen einzelnen Messwerterfassungen, sodass sich auch selten auftretende Signale wie Transienten messen lassen. Für die Signalerfassung steht u.a. einen Zonen-Trigger zur Verfügung, mit dem sich zwei Zonen individuell erstellen und positionieren lassen. Auch optisch hebt sich die Oszilloskop-Serie von seinen Vorgängern ab: Es gibt deutlich weniger mechanische Tasten und das 12-Zoll-Touch-Display (1280 x 800 Pixel) fällt um knappe zwei Zoll größer aus als das der Vorgängerserie.

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SDS6000A im Portrait

Auf dem Display lassen sich übersichtlich und gut lesbar mehrere Messungen gleichzeitig anzeigen.
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Schnittstellen auf der Rückseite des Oszilloskops.
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Seitenansicht des SDS6000A.
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Für die Signalanalyse kann man auf mehrere implementierte Messfunktionen zurückgreifen. Für komplexe Berechnungen stehen vier Mathematik-Kanäle und ein Formeleditor zur Verfügung.

Bus-Dekodierung und Erweiterungen

Dekodierfunktionen sind für die gängigen seriellen Busse als Standard inkludiert: I2C, SPI, UART, CAN und LIN. Durch Zukauf können CAN-FD, FlexRay, MIL1553, I2S, SENT und Manchester hinzugefügt werden. Als Erweiterungsmöglichkeiten sind zusätzliche 16 Digitalkanäle, ein 25-MHz- Funktionsgenerator, eine Augendiagramm-Darstellung und Jitter-Analyse verfügbar.

Ausbau der A-Linie angekündigt

Nach den Netzwerkanalysatoren SNA5000A sind die SDS6000A-Oszilloskope die zweite Geräteserie aus der neuen »A-Linie«. Sie sollen nicht die letzten gewesen sein. Innerhalb der nächsten 15 Monate werden » einige weitere Geräte der A-Line folgen«, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers.


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