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Oszilloskopfamilie MSO 5 erweitert

11. Januar 2022, 12:14 Uhr | Markus Haller
Die MSO-5B-Oszilloskope sind werden mit 4,6 und 8 analogen Eingängen angeboten. Die Bandbreite reicht bis 2 GHz und alle Modelle arbeiten mit einem 12-bit-ADC.
Die MSO-5B-Oszilloskope sind werden mit 4,6 und 8 analogen Eingängen angeboten. Die Bandbreite reicht bis 2 GHz und alle Modelle arbeiten mit einem 12-bit-ADC.
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Seit der Markteinführung im Jahr 2017 wurden die MSO-5-Oszilloskope über Firmware-Updates ständig erweitert. Nun folgt mit dem neuen Modell MSO 5B eine größere Hardware-Erweiterung mit neuem Display, hochfrequenterem Funktionsgenerator und vereinfachtem Zugriff auf den Cloud-Speicher.

Die Oszilloskope MSO 5B kommen mit einigen Neuerungen: Ein Hilfstrigger-Eingang ermöglicht es nun, das Oszilloskop auf externe Signale zu triggern, auch wenn keiner der Messkanäle belegt ist. Die Ausgangsfrequenz des optionalen Funktionsgenerators wurde von 50 MHz auf 100 MHz erhöht und die Datenablage im Cloudspeicher »TekDrive« wurde so weit vereinfacht, dass dafür nur noch ein Tastendruck nötig ist.

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Helleres Display und neuer Prozessor

Erneuert wurden auch Display und Prozessor für die GUI-Darstellung. Das neue Display ist nach wie vor ein 15,6-Zoll-Display mit 1920 x 1080 Pixeln Auflösung, fällt aber heller aus. Ein neuer Prozessor für die grafische Benutzeroberfläche ermöglicht laut Tektronix ein effizienteres Arbeiten und soll außerdem die nötige Rechenleistung liefern, um in Zukunft neue und komplexere Analysefunktionen in die Oszilloskope zu integrieren.

Neu sind außerdem ein History-Modus, der auf den erweiterten Speicher der B-Serie zugreift und über den mehrere tausend abgespeicherte Signalformen analysiert werden können. Benutzerdaten und sensible Messdaten können auf einem herausnehmbaren SSD-Speicher abgelegt werden. So lässt sich die Datensicherheit gewährleisten, auch wenn das Oszilloskop z.B. für routinemäßige Service- und Kalibrierarbeiten aus der Hand gegeben wird. Die MSO-5B-Oszilloskope sind kompatibel mit der TekScope-Software. Mit ihr lassen sich Messdaten auf dem PC auswerten, sodass das Oszilloskop wieder frei für die Messwerterfassung ist. Unterstützt werden Tastköpfe bis 1 GHz Bandbreite – dazu gehören Power Rail und optisch isolierte Tastköpfe wie die IsoVu-Serie.

16 Updates in 5 Jahren

»Wir schätzen die laufenden Weiterentwicklungen von Tektronix«, sagt der Testingenieur Wyatt Callister von Schweitzer Engineering Laboratories. Die Zahl an Firmware-Updates, die Tektronix für die Geräteserie herausgebracht hat, lassen erahnen, was Callister damit meint: Eingeführt wurden die MSO-5-Oszilloskope im Sommer 2017. Seitdem hat Tektronix für diese Serie 16 Firmware-Updates mit neuen Gerätefunktionen veröffentlicht.

Dass der Funktionsumfang hauptsächlich über Software-Updates erweitert wird, ist für Oszilloskophersteller ein noch relativ junger Weg. In diesem Interview gab Lee Morgan aus dem technischen Marketing bei Tektronix uns dazu einige interessante Einblicke und erklärt, warum der Schlüssel zu schnellen Software-Updates letztlich in der Hardware liegt.


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