Elektroniknet Logo

Embedded Computing

Nachhaltig designen mit CoMs

Nachhaltigkeit
© metamorworks | shutterstock.com

Durch den geschickten Einsatz von Computer-on-Modules (CoMs) lassen sich nicht nur Kosten einsparen, sondern langfristig auch die Umwelt schonen – ein geschicktes Systemkonzept ist der Schlüssel dazu. Wie das gelingen kann, zeigt Congatec.

Nachhaltigkeit ist ein Megatrend, und er geht über alle Landesgrenzen hinweg: Die internationale Aktion »Fridays for Future« ist nur ein Beispiel für den anhaltenden Sinneswandel, der sich weltweit vollzieht. Selbst während der Covid-19-Krise ist Nachhaltigkeit immer stärker ins Rampenlicht gerückt. So hat beispielsweise Deutschland – ein Land, in dem die Wirtschaft stark von der Automobilindustrie abhängt – beschlossen, den Verkauf von Autos mit konventionellem Verbrennungsmotor nicht mehr staatlich finanziell zu unterstützen, und sucht stattdessen nach Anreizen zur Förderung emissionsarmer Fahrzeuge.

Unabhängig davon, ob sich dies als eine gute Idee erweisen wird oder nicht: Es zeigt, dass nachhaltige Technologien ein Trend sind, der in fast allen Industriezweigen an Bedeutung gewinnt und dazu ein wichtiger Motor für Innovationen ist – auch in der Welt der Embedded-Systeme.

Dabei lässt sich nicht leugnen, dass Elektronik und Embedded-Computer erst einmal nicht wirklich nachhaltig sind. Doch sie haben eine »grüne Seele«, schließlich können sie Emissionen deutlich reduzieren. Sie liefern die Rechen-Performance für Klimavorhersagen. Sie steuern Solarparks und smarte Energienetze für einen »grüneren« Strom. Sie tragen dazu bei, den Verkehrsfluss durch automatische Geschwindigkeitsbegrenzungen und Ampeln zu optimieren. Und sie steuern die bald kommenden autonomen Fahrzeuge, die mit zunehmend grüner Energie betrieben werden. Diese Liste ließe sich noch beliebig fortführen – und doch bleibt sie ein Feigenblatt, wenn man nicht gleichzeitig über Verbesserungen in der Technologie selbst nachdenkt.

In der Vergangenheit gab es viele technologische Fortschritte wie die Beschränkung gefährlicher Stoffe (RoHS), eine immer höhere Energieeffizienz, das Streben nach längeren Lebenszyklen und die verstärkten Bemühungen in Bezug auf die soziale Verantwortung entlang der Lieferketten.

Es gibt jedoch viele weitere Möglichkeiten, Embedded Computing noch nachhaltiger zu machen. Ein Beispiel ist der Lifecycle von Edge Computing Hardware. Heute werden Rechenzentren zumeist durch den Austausch ganzer Rack-Systeme modernisiert. Dabei muss man sich vor Augen halten: Die weltweiten Lieferungen von Servern stiegen im Jahresvergleich um 14 % auf etwas mehr als 3,4 Mio. Einheiten im vierten Quartal 2019. Die in den Systemen verbauten Boards – auch Blades genannt – sind zudem sehr oft noch monolithisch. Wenn die Prozessorleistung nicht mehr ausreicht, muss das gesamte Board ausgetauscht werden, wodurch eine beträchtliche Menge an Elektronikschrott produziert wird.

Relevante Anbieter

conga-HPCcTLU
COM–HPC-Server-Module empfehlen sich mit ihren zahlreichen PCIe-Lanes und leistungsfähigen Ethernet-Schnittstellen für leistungsstarke modulare Edge Server der nächsten Generation.
© Congatec

Genau an diesem Punkt setzt die Alternative an: Computer-on-Modules und Server-on-Modules, die beim Upgrade von Servern gleich doppelt punkten. Zum einen wird der Faktor Elektroschrott erheblich reduziert, wenn das eigentliche Träger-Board in Gebrauch bleiben kann und lediglich das alte Modul entsorgt werden muss. Zum anderen rechnet es sich – für die Hersteller und die Endkunden. So geht zum Beispiel Server-Hersteller Christman davon aus, dass die Kosten für die Aufrüstung von Edge Servern um 50 % gesenkt werden können, wenn man standarisierte Server-on-Modules einsetzt. Besonders attraktiv ist dieser Designansatz auch für Pay-per-Use- und Server-as-a-Service-Angebote. Der Trend zur Digitalisierung und zur Subscriptions-Ökonomie spielt hierbei ebenfalls eine nicht unerhebliche Rolle.

In der Vergangenheit hatten Server-Anbieter das Ziel, möglichst die gesamte Hardware zu erneuern, um mehr Umsatz pro Deal zu machen. Bei den neuen Service-Modellen steht jedoch im Vordergrund, Kosten bei den Performance Upgrades zu sparen. Die kleinstmöglichen Investitionen in die nächste Generation, die niedrigsten TCO und der höchste ROI sind die Ziele von Server-as-a-Service-Anbietern. Bei konsequenter Umsetzung mit Computer-on-Modules kann man in Folge auch sagen, dass der Trend hin zur Subscriptions-Ökonomie auch in den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit hineinspielt.


  1. Nachhaltig designen mit CoMs
  2. Second Hand Computer-on-Modules

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

congatec AG