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Mit Interkom-Modul

IP-basierte Kommunikation einfach aufbauen

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Mit vicCOM IP lassen sich individuelle Leit- und Informationssysteme schnell und einfach entwickeln.
© AdobeStock

Moderne Leit- und Informationssysteme müssen vielfältigen Anforderungen gewachsen sein. IP-basierte Kommunikationseinheiten sind die Basis für eine hohe Sprachqualität bei einfacher Konfiguration. So nutzt das "vicCOM IP" von voice Inter connect die Vorteile SIP-basierter Technik.

Leit- und Informationssysteme kommen in Bahnhöfen und Innenstädten ebenso zum Einsatz wie in öffentlichen Gebäuden. Häufig gibt es neben der Anzeige von Informationen oder Werbung einen Rufknopf für persönliche Unterstützung oder das Auslösen von Notrufen. Je nach Einsatzgebiet unterscheiden sich hierbei die Funktionen. Die grundsätzlichen Anforderungen an das System sind jedoch oft ähnlich: Die Elektronik muss sich optimal in bestehende Gehäuse integrieren und an bestehende Netzwerke anbinden lasse, muss eine hohe Sprachqualität bieten, selbst bei Hintergrundgeräuschen. Außerdem sollte sie komfortabel aus der Ferne zu warten sein. Oft kommen dazu noch individuelle Anforderungen, zum Beispiel der Anschluss weiterer Peripheriegeräte und Benutzerschnittstellen.

IP-Basis als zukunftssicherer Standard

SIP-basierte Kommunikation bietet beste Voraussetzungen für das Entwickeln zukunftssicherer Anwendungen: IP-Telekommunikationsnetze sind an den meisten Standorten vorhanden und sind der aktuelle Standard für sämtliche Kommunikations-Endgeräte. Spätestens mit der Abschaltung von ISDN sind Anwender ohnehin gezwungen, ihre bisherigen ISDN-Endgeräte sukzessive auf All-IP umzustellen. Ein einheitliches Netzwerk reduziert darüber hinaus Kosten für Instandhaltung und Wartung. Außerdem bietet die IP-Anbindung Möglichkeiten für Updates und Fernwartungen sowie weitere digitale Mehrwertfunktionen.

Modularer Baukasten für individuelle Designs

Um das Entwickeln individueller Leit- und Informationssysteme mit IP-basierter Kommunikation schnell und einfach zu ermöglichen, hat voice Inter connect seine vicCOM-Familie für elektronische Kommunikations-Module erweitert. Neben Produkten für die analoge- und digitale Datenübertragung sowie GSM-Kommunikation ist mit vicCOM IP ein Modul mit Datenübertragung per Internetprotokoll erhältlich. Das SIP-kompatible Intercom-Modul verfügt über eine Vielzahl an Schnittstellen und I/Os, über die Anwender Taster, Keypads, LEDs oder Displays anschließen können. Außerdem ist die Steuerung von bis zu zwei Geräten möglich – im Falle eines Notrufsystems zum Beispiel für die Entriegelung eines Fachs mit Defibrillator und Erste-Hilfe-Zubehör, für Warnlicht oder Sicherheitsbeleuchtung. Eine Besonderheit ist die Möglichkeit zum berührungslosen Verbindungsaufbau per Sprachsteuerung, die in vicCOM IP bereits vorgesehen ist und kundenspezifisch freigeschaltet werden kann.

Die Spannungsversorgung des 130 mm x 96,4 mm großen Moduls erfolgt per Power-over-Ethernet (PoE) oder mittels externem Netzteil. Die Mitversorgung weiterer PoE-Geräte, beispielsweise Kameras, ist über die PoE+-Schnittstelle ebenfalls gewährleistet. Hiermit sind die Leit- und Informationssysteme mit minimalem Aufwand und lediglich einem Kabel für Daten- und Stromversorgung installierbar.

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Eine akustische Hilfe- oder eine Notruf-Funktion erfordert einen Rufknopf, sowie Lautsprecher und Mikrofon in der Nähe der Bedieneinheit des Kiosksystems.
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Plug&Play-Konfiguration per Web-Interface

Die Integration und Konfiguration von vicCOM IP setzt geringe Spezialkenntnisse voraus. Peripheriegeräte anschließen, die Anwendung über das Web-GUI konfigurieren und fertig ist ein erstes Funktionsmuster für das Digital-Signage-System. Der Zugang erfolgt über einen Standard-Webbrowser und ist möglich, sobald die Elektronik mittels Ethernet-Kabel mit dem Netzwerk verbunden ist. Für das Einrichten der gewünschten Funktionen und das Parametrieren sind keine Programmierkenntnisse nötig. Voreingestellte Parameter für gängige Anwendungen vereinfachen das Setup zusätzlich und ein Passwort-Schutz sowie verschiedene User-Level schützen vor Zugriff und Manipulation durch Unbefugte.

Über den Web-Zugang können Systemadministratoren die Informationssysteme aus der Ferne überwachen und warten sowie Softwareupdates einspielen oder Systemparameter anpassen. Das spart Zeit und Kosten und steigert die Effizienz. Eine sichere Kommunikations- und Steuerungsverbindung gewährleisten die Unterstützung von https, SIPS und SRTP sowie die Möglichkeit signierter Updates.

Hohe Sprachqualität und vielfältige Audiofunktionen

Neben der Plug&Play-Inbetriebnahme zeichnet sich vicCOM IP außerdem über eine hohe Sprachqualität aus. Die Vollduplex-Audiokommunikation mit digitaler Signalverarbeitung gewährleistet eine hohe Freisprech-Qualität und ermöglicht eine störungsfreie, flüssige Kommunikation. Somit sind ebenso die hohen Anforderungen für den Einsatz in sicherheitskritischen Bereichen erfüllt. Mehrere Rufknöpfe und individuelle Rufziele sind definierbar, ebenso eine unterschiedliche Priorisierung, zum Beispiel für Not- und Inforufe.

Neben voice Inter connects patentierten Freisprech-Algorithmen für eine verbesserte Freisprechqualität sowie Geräusch- und Echounterdrückung, verfügt die Plattform über ein eigenentwickeltes SIP-Framework für die Audio- und Mediadatenverarbeitung sowie das Streaming. Außerdem sind weitere Software-Funktionen bereits integriert, zum Beispiel für die berührungslose Bedienung mit Sprachzielruf. Hiermit ausgestattete Anwendungen bieten Barrierefreiheit und Bedienkomfort sowie ein hohes Maß an Hygiene. Für die barrierefreie Ausgabe von Informationen oder das Generieren von Auskünften und Warnhinweisen, sind kundenspezifisch Audioprompts im Speicher abzulegen, oder ein Text-to-Speech System integrierbar. Es liest häufig wechselnde Informationen wie Angaben zu Fahrplänen oder Auskünfte zum Wetter vor.

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Die vicCOM IP Elektronik ist 130 mm x 96,4 mm groß und verfügt über eine Vielzahl an Schnittstellen und I/Os für den universellen Einsatz.
© Voice Inter connect

Wirtschaftlich und schnell zur Serienreife

Mit vicCOM IP erstellte Funktionsmuster und Prototypen lassen sich in kurzer Zeit und zu überschaubaren Kosten zu individuellen Serienprodukten weiterentwickeln und für die Produktion in großen Stückzahlen qualifizieren. Die Elektronik ist bereits EMV-getestet und für den Einsatz in industriellen Produkten optimiert. Individuelle Platinenformate, das Anpassen an besondere Gehäuseformate oder die Integration zusätzlicher Schaltungen und Funktionen bietet voice Inter connect ebenso an wie zahlreiche Dienstleistungen rund um Entwicklung, Test und Produktion. Diese reichen von der Software-Entwicklung über die akustische Produktoptimierung bis hin zum Design individueller Sprach-User-Interfaces.

Auf Wunsch übernimmt das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Partnern außerdem das Design und die Fertigung komplett individueller Notruf- oder Informationssäulen oder passender Gehäuse und Fronten für die Integration in bestehende Produkte. Im Ergebnis kommen Unternehmen mit der OEM-Plattform in kurzer Zeit und mit erheblich geringeren Entwicklungskosten im Vergleich zu einer kompletten Neu- oder Eigenentwicklung zu individuellen Leit- und Informationssystemen.

Dr.-Ing. Diane Hirschfeld ist Geschäftsführerin bei voice Inter connect.


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