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Leiterplatten-Anschlusstechnik

Mit der Miniaturisierung Schritt halten

WAGO Kontakttechnik
© WAGO Kontakttechnik

Leistungs- und Signalebene sind heute auf der Leiterplatte zusammengefasst. Daraus resultiert eine so hohe Leistungsdichte, dass sich auch die Anforderungen an die Anschlusstechnikverändern.

Viele kennendies von ihrem Computer: In den vergangenen Jahren sind die Geräte immer kleiner geworden. Füllte der heimische PC zur Jahrtausendwende noch über 60 cm hohe sogenannte Big-Tower, schrumpfte die Hardware über die Jahre und findet heute in notizblockgroßen Gehäusen Platz, die sich bequem in die Tasche stecken lassen. Ähnlich sieht es bei der Elektronik von Maschinen und Anlagen in der Industrie aus; auch sie schrumpfen stetig. Beispiel Motorsteuerung: Wo früher noch platzintensive Schützschaltungen erforderlich waren, bilden heute Motor, Getriebe und Umrichter eine kompakte, intelligente und leistungsstarke Einheit.

Diese Entwicklung wirkt sich auch auf die Elektronik aus, die in Antrieben oder Wechselrichtern zum Einsatz kommt. Die Trennung von Signal- und Leistungsebene wird immer herausfordernder, denn die Komponenten müssen auf dem immer kleiner werdenden Bauraum für die Leiterplatten ständig enger zusammenrücken – bei gleichbleibender oder sogar steigender Anschlussleistung. Das beeinflusst das Leiterplattendesign und damit auch die Anschlusstechnik.

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Hohe Anforderung an kleine Bauteile

Leiterplattenklemmen und -steckverbinder müssen heute entsprechend kompakt sein und zugleich große Ströme zuverlässig übertragen. Um auch unter anspruchsvollen Bedingungen zu bestehen, beispielsweise bei Vibrationen und Temperaturschwankungen, müssen sie zuverlässig arbeiten. Zugleich müssen Elektronikentwickler die Wirtschaftlichkeit im Blick haben. Bezogen auf die Anschlusstechnik bedeutet das: Der Preis spielt zwar eine wichtige Rolle, die Komponenten müssen darüber hinaus aber auch durch konstruktive und funktionelle Features überzeugen, die Flexibilität für das Leiterplattendesign garantieren und eine optimale Handhabung ermöglichen.

Die Leiterplattenklemmen und -Steckverbinder von Wago gibt es für unterschiedlicheLeiterquerschnitte, sodass sie ein hohen Maß an Designfreiheit besitzen und sich für viele Anwendungsgebiete eignen.
Bild 1: Die Leiterplattenklemmen und -Steckverbinder von Wago gibt es für unterschiedlicheLeiterquerschnitte, sodass sie ein hohen Maß an Designfreiheit besitzen und sich für viele Anwendungsgebiete eignen.
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Auf diese abgestimmt sind die aktuellen Leiterplattenklemmen und -steckverbinder mit Hebel von Wago (Bild 1). Das Portfolio umfasst Klemmen für die Nennquerschnitte 1,5 mm², 2,5 mm², 4,0 mm², 6,0 mm² und 16,0 mm² bei Bemessungsdaten bis 1000 V und 76 A. Zentraler Kern ist die Anschlusstechnik mit Push-in namens Cage Clamp. Die Federklemme mit Direktstecktechnik ist bereits seit Jahren beispielsweise in Reihenklemmen, Steckverbindern und Leiterplattenklemmen des Verbindungstechnik-herstellers im Einsatz und ist in Industrie- und Transportanwendungen als sichere und wartungsfreie Verbindungstechnik für alle Leiterarten weit verbreiten.

Platzersparnis auf der Leiterplatte

Neben ihrer Zuverlässigkeit bei der Kontaktierung bieten die Leiterplattenklemmen und -steckverbinder einen besonderen Vorteil hinsichtlich der Platzersparnis: Mit ihnen lassen sich größtenteils ein- und feindrähtige Leiter mit dem nächstgrößeren Querschnitt anschließen. Auf die Weise lassen sich etwa Netzgeräte, PV-Wechselrichter, Wallboxen oder Frequenzumrichter, die beispielsweise einen Leiterquerschnitt von 10 mm² benötigen, mit einer 6-mm²-Leiterplattenklemme ausrüsten, statt auf eine 16-mm²-Klemme zurückgreifen zu müssen. Die Platzersparnis auf der Leiterplatte liegt in diesem Fall bei über 55 Prozent.

 In engen oder schwer zugänglichen Bauräumen bieten Leiterplatten-Steckverbinder einen großen Vorteil
Bild 2: In engen oder schwer zugänglichen Bauräumen bieten Leiterplatten-Steckverbinder einen großen Vorteil
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Insbesondere der Einsatz eines Steckverbinders bietet dem Anwender erhöhten Komfort: Durch Ziehen der Steckverbindung lassen sich auch Geräte in schwer zugänglichen Bereichen einfach verdrahten (Bild 2). Dank des Hebels lässt sich der Steckverbinder einfach in der Hand verdrahten, die oft herbeigesehnte dritte Hand zum Händeln von Steckverbinder, Leiter und Werkzeug wird so überflüssig.


  1. Mit der Miniaturisierung Schritt halten
  2. Schnell und komfortabel verdrahten

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