Modulares Steckverbinder-System

Variocon geht seit 25 Jahren mit der Zeit

17. Dezember 2021, 16:30 Uhr | Mathias Ohsiek, Phoenix Contact
Modular ist gefragter denn je – bei Maschinen, Anlagen, Gebäuden, Batteriespeichern und vielem mehr. Auch vor Steckerbindern macht dieser Trend nicht halt, wie ein System beweist, das bereits vor 25 Jahren vorgestellt wurde
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Modular ist heute gefragter denn je – bei Maschinen, Anlagen, Gebäuden, Batteriespeichern und vielem mehr. Auch vor Steckerbindern macht dieser Trend nicht halt, wie Variocon beweist, ein System, das bereits vor 25 Jahren erstmals vorgestellt wurde.

Ein effizienter elektrischer Geräteanschluss bedeutet auch, dass sich Leistung und Signale über eine einzige Schnittstelle schnell und einfach übertragen lassen. Mit modularen Steckverbindern können Anwender die Geräteschnittstelle genau auf die eigenen Bedürfnisse maßzuschneidern. Bei Bedarf kann sich der Nutzer einen hybriden Steckverbinder konfektionieren, der sowohl Kontakteinsätze für hohe elektrische Leistungen als auch einen kompakten Sensor- bzw. Signalanschluss kombiniert. Wie das in der Praxis aussehen kann, sollen Beispiele aus dem Bereich der erneuerbaren Energien verdeutlichen.

Die Verringerung von Treibhausgasemissionen steht inzwischen an vielen Stellen weit oben auf der Tagesordnung. Die UN liefert mit den Sustainable Development Goals »einen gemeinsamen Entwurf für Frieden und Wohlstand für die Menschen und den Planeten«. Auch die Europäische Union und die deutsche Bundesregierung verpflichten sich zu Klimazielen, die eine deutliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes beinhalten.

Neben der Einsparung von Energie ist ein weiteres Thema mit diesen Zielen verknüpft: die Erzeugung sauberer Energie zum Beispiel durch Windkraft, Photovoltaik und weiterer erneuerbarer Energiequellen. Durch Substitution der kohlenstoffbasierten Energieerzeugung bieten erneuerbare Energien nicht nur in entwickelten Industrieländern Vorteile. PV-basierte Mikronetze bieten lokal saubere Energie auch dort, wo sie zuvor noch aufwendig beschafft werden musste; so können selbst abgelegene Dörfer in Entwicklungsländern davon profitieren. Durch ein elektrisches Netz lassen sich Hygiene und die allgemeinen Lebensumstände deutlich verbessern: Elektrisches Licht ermöglicht die Schulbildung auch nach Sonnenuntergang, das Ladegerät fürs Handy sichert den dauerhaften Kontakt zur Außenwelt und ein Kühlschrank sorgt dafür, dass Lebensmittel länger halten.

Diese vielschichtigen Anwendungsfälle rund um den Globus zeigen sich auch im globalen Marktwachstum der erneuerbaren Energien, das mit über acht Prozent deutlich höher liegt als in anderen Industrien [1].

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Die Anschlusstechnik entscheidet

So unterschiedlich die Einsatzbereiche der erneuerbaren Energien sind, so haben sie doch eine Gemeinsamkeit: Alle wandeln unterschiedliche natürlich vorhandene Energieformen in elektrische Energie um, und dabei ist immer auch der Einsatz leistungselektronischer Anlagen und Geräte, beispielsweise Wechselrichtern, notwendig. Diese Systeme benötigen daher auch elektrische Anschlüsse, und je nachdem wie diese ausgeführt werden, kann dies die Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage signifikant beeinflussen.

Der initial kostengünstigste Anschluss über eine feste Verbindung kann sich über die Lebensdauer der Anlage rächen, denn bei Wartungen oder notwendigen Austauschmaßnahmen kann das Lösen und Wiederherstellen der einzelnen Leitungen Zeit kosten und eine potenzielle Fehlerquelle sein. Eine Verbindung mithilfe eines Steckverbinders dagegen lässt sich schnell herstellen und wieder trennen, sodass die Anlage möglichst schnell wieder in Betrieb ist.

Durch seinen modularen Aufbau eignet sich das Geräteanschlusssystem Variocon von Phoenix Contact für eine Vielzahl Anwendungsbereiche. So lässt es sich als AC-Anschluss eines Solarwechselrichters, als hybrider Motoranschluss, in Förderanlagen oder auch in Batteriespeichersystemen einsetzen.

Modulares Geräteanschlusssystem Variocon
 ➔ Einfache Anschlusstechnik, weltweit anerkannt und mit Standardwerkzeugen nutzbar
 ➔ Hohe Schutzart für den Einsatz in Industrie- und Außenanwendungen
 ➔ Ströme bis 70 A und Spannungen bis 690 V
 ➔ Skalierbare Gehäusegrößen
 ➔ EMV-Variante erhältlich

 

Bei Anwendung in elektrischen Speichern kann der Steckverbinder mit zwei Vorteilen punkten: zum einen durch eine kostengünstige Technik, zum anderen durch einen günstigen und effizienten Betrieb. Denn durch eine einzige Schnittstelle lassen sich einzelne Batteriemodule schnell und prozesssicher installieren und tauschen.

Für Signalübertragungen können hochpolige Module eingesetzt werden, die eine hohe Kontaktdichte auf kleinem Bauraum bieten. Demgegenüber können Leistungsmodule mit vier Kontakten über 96 kW elektrische Leistung bei 690 V und 70 A übertragen.


  1. Variocon geht seit 25 Jahren mit der Zeit
  2. Sicher verpackt im Gehäuse

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