Schwerpunkte

Einheitliche technische Grundlagen

Volkswagen will Plattformtechnologie weiterentwickeln

17. März 2021, 15:30 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Volkswagen will Plattformtechnologie weiterentwickeln
© Volkswagen

Mit dem Modularen E-Antriebs-Baukasten verfügt Volkswagen bereits über eine reine Elektro-Plattform. Nun baut der Automobilhersteller seine Plattformstrategie aus: Die Roadmap besteht aus den Elementen: Hardware, Software, Batterie & Laden sowie Mobilitätsdienste.

Hardware, Software, Batterie & Laden sowie Mobilitätsdienste aller Marken des Volkswagen Konzerns sollen künftig auf weitgehend einheitlichen technischen Grundlagen basieren. Dazu will das Unternehmen seine Plattformstrategie weiterentwickeln.

Mit dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) verfügt Volkswagen bereits über eine reine Elektro-Plattform. Diese wird mit der Produktion in Europa, China und USA weltweit skaliert. Bis 2022 sollen konzernweit 27 Modelle auf Basis des MEB angeboten werden. Bereits im nächsten Jahr bringt der Konzern zudem erste Fahrzeuge auf Basis der Premium Platform Electric (PPE) mit mehr Beschleunigung, höheren Reichweiten und kürzeren Ladezeiten. Bis Mitte des Jahrzehnts will der Konzern mit der Scalable Systems Platform (SSP) die nächste Generation einer rein-elektrischen, voll-digitalen und hochskalierbaren Fahrzeugplattform entwickeln, auf der dann Modelle aller Marken und Segmente gebaut werden können.

Auch beim Thema Vernetzung und Software im Fahrzeug strebt Volkswagen in den kommenden Jahren Synergieeffekte über alle Marken an. Die Grundlagen dafür liefert die 2020 gegründete Car.Software-Org. mit dem Betriebssystem VW.OS. Version 1.2 folgt mit der PPE. Mit der SSP soll dann Version 2.0 konzernweit ausgerollt werden. Bis dahin soll der Anteil selbstentwickelter Software im Fahrzeug von heute 10 Prozent auf 60 Prozent steigen. Die Car.Software-Org. entwickelt auch die technischen Grundlagen für das autonome Fahren sowie für datenbasierte Geschäftsmodelle und neue Mobilitätsdienste.

Darüber hinaus verfolgt das Unternehmen ebenso für Batterie und Laden eine Plattform-Strategie. So wird der Konzern beginnend ab 2023 eine Einheitszelle einführen und weltweit skalieren. Bis 2030 soll die Einheitszelle markenübergreifend in rund 80 Prozent aller E-Fahrzeuge des Konzerns verbaut werden. Die Kosten für Batteriezellen wollen die Wolfsburger im Einstiegssegment so um bis zu 50 Prozent reduzieren, im Volumensegment um bis zu 30 Prozent.

Das vierte Element der neuen Plattform-Roadmap besteht aus Mobilitäts- und anderen Dienstleistungen. Hierunter fallen unter anderem der Ridepooling-Service MOIA, das Carsharing-Angebot WeShare oder flexible Abo-Angebote der Volkswagen Bank. Mit der Entwicklung der Dienstleistungsangebot eignet sich Volkswagen Systemkompetenzen an, um sie gegebenenfalls mit Partnern weiterzuentwickeln.

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