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Serienmäßiger PHEV-Sportwagen

McLaren enthüllt den Artura

18. Februar 2021, 15:00 Uhr   |  Stefanie Eckardt

McLaren enthüllt den Artura
© McLaren

McLaren hat den PHEV-Sportwagen Artura fit für die Serie gemacht.

McLaren hat mit dem Artura sein erstes Serienmodell eines Hybridsportwagens vorgestellt. Dieser ist bereits in Deutschland bestellbar – zu Preisen ab 226.000 Euro.

Der im November letzten Jahres vorgestellte McLaren Artura ist als Plug-in-Hybrid (PHEV) konzipiert Das Herzstück des Antriebsstrangs ist der neue V6-Benzinmotor des Herstellers mit Doppelturboaufladung. Mit einer Leistung von 585 PS und 585 Nm Drehmoment ist der Trockensumpf-Aluminiummotor kompakt und leicht. Im Einklang mit dem neuen V6 arbeitet der kompakte Axialfluß-E-Motor des Fahrzeug, der in der Getriebeglocke untergebracht ist. Er kann 95 PS und 225 Nm erzeugen. Der Artura beschleunigt in 3,0 s von 0 auf 100 km/h, in 8,3 s von 0 auf 200 km/h und in 21,5 s von 0 auf 300 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 330 km/h begrenzt.

Die beiden Antriebssysteme sind über eine Motortrennkupplung integriert und treiben ein neues Doppelkupplungsgetriebe an, das speziell für den Plug-In-Hybriden entwickelt wurde. Obwohl es einen Gang mehr hat als das bestehende McLaren-Getriebe ist des 40 mm kürzer in der Länge. Es benötigt auch keinen Rückwärtsgang – der E-Motor übernimmt das Rückwärtsfahren, indem er sich praktisch in die entgegengesetzte Richtung dreht.

Der E-Motor wird von einem Batteriepaket aus fünf Lithium-Ionen-Modulen angetrieben, das eine nutzbare Energiekapazität von 7,4 kWh und eine rein elektrische Reichweite von 30 km bietet. Die Batterie wird mit Hilfe von Kühlschienen gekühlt, und die Baugruppe ist auf einem tragenden Kohlefaserboden montiert. Diese Baugruppe ist dann mit der hinteren Basis des Monocoques verschraubt, wodurch Steifigkeit, Gewichtsverteilung und Aufprallschutz optimiert werden.

Der Artura kann mit einem Standard-EVSE-Kabel in 2,5 h auf einen Ladezustand von 80 Prozent aufgeladen werden. Die Batterien können auch während der Fahrt Strom vom Verbrennungsmotor gewinnen, abgestimmt auf den gewählten Fahrmodus.

Vier Antriebsmodi zur Wahl

Das Cockpit ist komplett auf den Fahrer ausgerichtet. Die Auswahl der Fahrmodi – mit separaten Bedienelementen für Antriebsstrang und Handling – wurde in die Instrumenteneinheit verlegt, die wiederum an der Lenksäule befestigt ist und sich mit dem Lenkrad verstellen lässt, um die Fahrergonomie weiter zu verbessern. Das Lenkrad bleibt somit frei von unnötigen Schaltern, der Fahrer kann jedoch weiterhin die Fahrmodi einstellen, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen.

Der Fahrer kann aus vier Antriebsmodi wählen, darunter ein E-Modus für 30 km elektrisches Fahren. Der für gemischte Fahrbedingungen konzipierte Comfort-Modus maximiert die Reichweite und Effizienz, wobei der Verbrennungsmotor unter 40 km/h mit Hilfe eines erweiterten Stopp- und Startmodus abgeschaltet wird, aber bei höheren Geschwindigkeiten und Leistungsanforderungen schrittweise zugeschaltet wird. In den Modi Sport und Track wird die elektrische Leistung zunehmend offensiver eingesetzt, um das Ansprechverhalten im unteren Drehzahlbereich und die Beschleunigung zu verbessern. Separate Handling-Modi passen die Härte der Dämpfer und den Grad des Eingriffs der elektronischen Stabilitätskontrolle an die Vorlieben des Fahrers und die Wetter- und Straßenbedingungen an.

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