Schwerpunkte

Produktion im BMW-Werk Regensburg

Ab 2021 Antriebskomponenten für elektrifizierte Fahrzeuge

26. Oktober 2020, 13:00 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Ab 2021 Antriebskomponenten für elektrifizierte Fahrzeuge
© BMW

BMW wird in Deutschland zukünftig an drei Standorten Hochvoltbatterien und Batteriekomponenten produzieren: Neben Dingolfing und Leipzig wird das Werk Regensburg ab 2021 E-Antriebsbausteine fertigen.

Ab 2021 werden im BMW-Werk Regensburg Batteriezellen für Hochvoltbatterien lackiert und ab 2022 komplette Hochvoltbatterien produziert. Das Unternehmen investiert mehr als 150 Millionen Euro in den Standort, um die wachsende Zahl an elektrifizierten Fahrzeugen mit Hochvoltbatterien zu versorgen.

Das BMW-Werk Regensburg produziert mit den Plug-in-Hybridvarianten des X1 und des X2 seit diesem Jahr bereits zwei elektrifizierte Modelle. Parallel dazu bereitet sich das Werk mit umfassenden Investitionen und Umbauten darauf vor, zukünftig flexibel auf die sich wandelnde Nachfrage nach verschiedenen Antriebsvarianten reagieren zu können. »Batteriezelllackierung und Hochvoltbatterieproduktion werden wichtige Bausteine dieser Transformation sein«, betont Werkleiter Frank Bachmann. Die Lackierung von Batteriezellen wird Anfang 2021 beginnen. Die Zelllackierung erhöht die mechanische Robustheit und Wärmeleitfähigkeit der Batteriezelle. Damit dient sie der besseren Isolierung und Kühlung der Batteriezellen. Ab 2022 produziert das Werk in Regensburg aus Batteriemodulen komplette Hochvoltbatterien.

Die Fertigung der Hochvoltbatterien gliedert sich in zwei Produktionsabschnitte. Die Produktion der Batteriemodule erfolgt in einem hochautomatisierten Prozess. Die Lithium-Ionen-Zellen durchlaufen zunächst eine Plasmareinigung. Eine speziell entwickelte Anlage lackiert die Zellen, um so eine optimale Isolation zu gewährleisten. Danach werden die Batteriezellen zu einer größeren Einheit, den sogenannten Batteriemodulen, zusammengefügt. Die Batteriezellen bezieht BMW von Partnern, die diese nach genauen Vorgaben des Unternehmens produzieren. Der Automobilhersteller setzt dabei unterschiedliche Batteriezellen ein – je nachdem, welche für das jeweilige Fahrzeugkonzept die besten Eigenschaften liefert.

Anschließend werden die Batteriemodule gemeinsam mit den Anschlüssen zum Fahrzeug, Steuergeräten und Kühlaggregaten in ein Aluminiumgehäuse montiert. Die Größe und Form des Aluminiumgehäuses sowie die Anzahl der verwendeten Batteriemodule ist je nach Fahrzeugvariante unterschiedlich. So entsteht eine optimal an das Fahrzeug angepasste Hochvoltbatterie.

Diese Kombination aus standardisierten Batteriemodulen und an das Fahrzeug flexibel angepassten Gehäusen hat mehrere Vorteile: Zum einen stellt sie in der Produktion von Hochvoltbatterien einheitliche Eigenschaften und Qualitätsstandards sicher. Zum anderen ist der modulare Aufbau der Hochvoltbatterie die Basis für verschiedene E-Antriebsvarianten. Und nicht zuletzt schafft dieses Baukastenprinzip die Voraussetzung dafür, schnell auf die Nachfrage reagieren zu können und Kostenvorteile zu nutzen.

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