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Augmented Reality Head-up-Displays

Wellenleitertechnik reduziert Gerätegröße bei Continental

10. Oktober 2018, 13:30 Uhr   |  Andreas Pfeffer

Wellenleitertechnik reduziert Gerätegröße bei Continental
© Continental

Gegenüberstellung von Größe und Augmentierungsbereich der beiden AR Head-up-Displays: HUD mit konventioneller Spiegeltechnik (links) und HUD mit Wellenleitertechnik (rechts).

Continental reduziert durch Einsatz der Wellenleitertechnik (Waveguide) die Geräteabmessungen der Augmented Reality Head-up-Displays (AR-HUD). Ein vollfarbiger Waveguide HUD-Demonstrator veranschaulicht die großflächige Augmentierung im Sichtbereich des Fahrers.

Head-up-Displays (HUD) mit grafischen Ergänzungen in der realen Verkehrsansicht (Augmented Reality, AR) unterstützen den Fahrer und erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr. Bislang basiert die AR-HUD-Technik auf Spiegeln, wie sie im Windschutzscheiben-HUD zur Anwendung kommen. Die eingesetzte Technik bedingt allerdings ein Gerätevolumen von rund 30 l, so dass sich das Head-up-Display nur schwer in die Armaturentafeln der Fahrzeuge integrieren lässt.

Komponenten Wellenleitertechnik HUD
© Continental

Technische Komponenten des Waveguide-HUDs von Continental.

Continental präsentiert ein AR-HUD auf Basis der Wellenleitertechnik, das in Kooperation mit DigiLens entwickelt wurde. Der Anzeigebereich umfasst 15° x 5° (entspricht 2,60 m x 0,87 m bei einer Projektionsdistanz von 10 m) und das Gerätevolument beträgt lediglich 10 l.

Anstelle von Spiegeln kommen drei übereinander gestapelte flache Wellenleiter für den RGB-Farbraum zum Einsatz. Die Lichtstrahlen werden von unten in den mehrschichtigen Wellenleiter eingekoppelt, innerhalb des Wellenleiters umgelenkt und schließlich nach oben hin ausgekoppelt – über die Windschutzscheibe reflektiert das virtuelle Bild.

Funktionsprinzip Wellenleitertechnik
© Continental

Flache Wellenleiter ersetzen die Spiegeltechnik, um grafische Einfügungen in der realen Verkehrsansicht zu visualisieren.

Im Zuge der fortlaufenden Entwicklungen werden nun sukzessive die verbleibenden Anforderungen für den Einsatz im Kraftfahrzeug umgesetzt.

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