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Mercedes-Benz zeigt Vision Urbanetic

Mobilitätskonzept über autonomes Fahren hinaus

13. September 2018, 08:55 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Mobilitätskonzept über autonomes Fahren hinaus
© Daimler

Ein Fahrzeug für zwei Anwendungsfelder: Der Urbanetic ist eine autonome Fahrplattform, die flexibel mit Cargo-Modul für den Gütertransport oder mit People-Mover-Modul für die Personenbeförderung bestückbar ist.

Mit dem Vision Urbanetic hat Mercedes-Benz Vans ein Mobilitätskonzept, das über bisherige Ideen rund um autonome Fahrzeuge hinaus gehen soll. Der elektrisch angetriebene Vision Urbanetic hebt die Trennung von Personenbeförderung und Gütertransport auf.

Der Vision Urbanetic ermöglicht eine bedarfsgerechte Beförderung von Personen und Gütern. Die Studie basiert auf einem autonom fahrenden, elektrisch betriebenen Chassis, das unterschiedliche Wechselaufbauten für die Personenbeförderung oder den Gütertransport aufnehmen kann. Als Ride-Sharing-Fahrzeug kann das Fahrzeug bis zu zwölf Passagiere befördern, im Cargo-Modul lassen sich bis zu zehn EPAL-Paletten transportieren.

Darüber hinaus integriert der Vision Urbanetic eine IT-Infrastruktur, die in Echtzeit Angebot und Nachfrage in einem definierten Gebiet analysiert. Daraus resultiert eine autonom fahrende Flotte, deren Routen flexibel und effizient auf Basis des aktuellen Beförderungsbedarfs geplant werden können.

Dank Vernetzung, Auswertung lokaler Informationen und einer intelligenten Steuerung kann das System nicht nur aktuelle Bedarfe analysieren, sondern auch daraus lernen. So ist es in der Lage, zukünftige Bedarfsfälle zu antizipieren und darauf zu reagieren. Damit lassen sich Prozesse optimieren und beispielsweise Warte- oder Lieferzeiten verkürzen und Staus vermeiden. So erkennt das Gesamtsystem über die Datenerfassung im Vehicle Control Center, einer Steuerungszentrale, in der die Bedarfe gebündelt und analysiert werden, zum Beispiel eine Menschengruppe in einem gewissen Bereich. Es kann Fahrzeuge dorthin schicken, die den gesteigerten Bedarf schnell bedienen. Das System kann also flexibel reagieren und basiert nicht auf starren Routen oder festen Fahrplänen.

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