Schwerpunkte

Komfort beim autonomen Fahren

Gestaltung eines benutzerfreundlichen Fahrzeuginnenraums

08. Dezember 2020, 11:00 Uhr   |  Irina Hübner

Gestaltung eines benutzerfreundlichen Fahrzeuginnenraums
© Unversität Stuttgart / IKTD

Prüfstand zum Testen der verschiedenen Konzepte für den Fahrzeuginnenraum.

Wenn Fahrzeuge erst einmal hochautomatisiert unterwegs sind, ändern sich die Möglichkeiten und Anforderungen für Fahrer und Passagiere. Wie der Fahrzeuginnenraum künftig gestaltet werden muss, um Komfort und Sicherheit zu gewährleisten, untersucht das Forschungsprojekt RUMBA.

Auf dem Weg zum automatisierten Fahren schreitet die Entwicklung stetig voran. Technisch können heute schon viele Fahrfunktionen umgesetzt werden, doch die Bedürfnisse der Nutzer – speziell im Bereich der Innenraumgestaltung – wurden bisher kaum beachtet. Nun soll im Rahmen des Projekts RUMBA (Realisierung einer positiven User Experience mittels benutzerfreundlicher Ausgestaltung des Innenraums für automatisierte Fahrfunktionen) die Vision eines ganzheitlichen Fahrkomfortkonzepts für das automatisierte Fahren erarbeitet werden.

Zum einen widmet sich das Projekt der Entwicklung neuer Innenraumkonzepte für Pkw und Lkw. So könnten bei einem Pkw künftig die Sitze frontal oder als Lounge positioniert sein, bei einem Lkw kann der Fahrerarbeitsplatz zu einem Büroarbeitsplatz werden. Zum zweiten wird die Adaption der Fahrdynamik für zukünftige Fahrszenarien erforscht, um zum Beispiel zu vermeiden, dass den Insassen beim Beschleunigen der Kaffee überschwappt. Ziel des Projekts sind mehrere Prototypen, in denen eine Symbiose aus neuartigen Innenraumkonzepten und der adaptiven Fahrdynamik realisiert werden können.

Im Projektkonsortium unter der Führung von Bosch kooperieren das Forschungs- und Lehrgebiet Technisches Design des Instituts für Konstruktionstechnik und Technisches Design (IKTD) der Universität Stuttgart mit zahlreichen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, darunter Hersteller, Zulieferer sowie kleine und mittlere Unternehmen aus der Automobilindustrie. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund 10 Mio. Euro gefördert.

Der Schwerpunkt des Technischen Designs am IKTD der Universität Stuttgart, das die Leitung des Teilprojekts der Konzeptentwicklung verantwortet, ist die nutzerzentrierte Konzeptionierung des Innenraums. Im Fokus steht auch die Gestaltung modularer Innenräume und die Durchführung umfassender Studien. Hierfür bringt das IKTD Expertise in der Maßkonzeption, der Mensch-Maschine-Interaktion und im Fahrzeug-Design mit.

Für die entwicklungsbegleitenden Untersuchungen werden Probanden gesucht, die die Konzepte mittels Virtual Reality, Sitzkisten und Simulatoren sowie mit realen, dynamischen Versuchsfahrzeugen testen.

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