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MobilitätsWerkStadt 2025

Wie autonome Fahrzeuge im ÖPNV die Verkehrswende unterstützen

Autonome Kleinbusse könnten sich schon mit wenigen Fahrgästen rentabel betreiben lassen.
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Autonome Kleinbusse könnten dabei helfen, die Herausforderungen der Verkehrswende zu lösen. Denn sie lassen sich schon mit wenigen Insassen wirtschaftlich betreiben. Wie städtische Randgebiete und Schwachlastzeiten effizient bedient werden könnten, erforscht ein Projekt am Beispiel Krefeld.

Wie ein optimaler Einsatz von autonomen Bussen aussehen könnte, wird aktuell im Rahmen des Projekts MobilitätsWerkStadt 2025 am Beispiel der Stadt Krefeld untersucht. SWK Mobil kooperiert hierbei mit dem SWK-E²-Institut für Energietechnik und Energiemanagement der Hochschule Niederrhein. Projektziel ist es, ein multimodales Verkehrsangebot aus der vorhandenen Infrastruktur mit konventionellen Bussen und Straßenbahnen sowie einer neuen autonomen Kleinbusflotte zu entwickeln.

Bei gleichen Fahrpreisen soll auf diese Weise mehr Mobilität angeboten werden können. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen die Forscherinnen und Forscher an der Hochschule Niederrhein innovative mathematische Algorithmen ein. Im Raum Krefeld werden mit Hilfe dieser Algorithmen für eine halbe Million einzelne Wege die Fahrtzeiten mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln berechnet und verglichen.

Dadurch lässt sich identifizieren, wo der ÖPNV Verbesserungspotenzial aufweist. Gleichzeitig werden anonyme Daten aus einer Mobilitätsbefragung von 2017 und weiteren Quellen zusammengeführt. Später soll eine weitere Befragung durchgeführt werden, um herauszufinden, wie viele Personen zu welchen Uhrzeiten auf diesen Wegen unterwegs sind.

Für das dann vorliegende detaillierte mathematische Modell der Krefelder Mobilität lassen sich mittels numerischer Methoden Millionen Szenarien für ergänzende autonome Busrouten in kurzer Zeit berechnen. Schließlich soll ein Szenario ausgewählt werden, das einerseits wirtschaftlich umsetzbar ist und andererseits die meisten Personen dazu bringen könnte, ihr Auto stehen zu lassen.

Das Forschungsvorhaben ist Teil eines Wettbewerbspakets von 50 bundesweiten Forschungsansätzen, das in einer ersten Phase durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. In die nächste Wettbewerbsphase schaffen es die Modellprojekte, die in einem offenen und wettbewerblichen Verfahren ausgewählt werden.


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