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AVL und Rohde & Schwarz

Zusammenarbeit bei Tests radargestützter Systeme im Kfz

20. Januar 2021, 11:06 Uhr   |  WEKA Newsdesk, kv

Zusammenarbeit bei Tests radargestützter Systeme im Kfz
© Rohde & Schwarz

AVL und Rohde & Schwarz bieten eine neue Lösung für den Test und die Validierung radargestützter ADAS- und AD-Systeme.

Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen neue Möglichkeiten für den Test radargestützter ADAS-Funktionen und die Validierung autonomer Fahrfunktionen auf einem Vehicle-in-the-Loop-Prüfstand schaffen. Nun können komplexe Fahrszenarien in einer sicheren, reproduzierbaren Umgebung getestet werden.

AVL und Rohde & Schwarz kooperieren bereits im Bereich der GNSS-Simulation und erweitern diese Partnerschaft nun durch eine strategische Zusammenarbeit zur Radarzielsimulation mit dem AVL Drivingcube. Dieser unterstützt sowohl die Simulation als auch Tests fahrfertiger Fahrzeuge auf einem Rollen- und Antriebsstrangprüfstand. Mit seiner Hilfe lassen sich der Validierungs- und Genehmigungsprozess von ADAS- und AD-Systemen beschleunigen. Das Schlüsselkonzept dieser Lösung ist der Betrieb des realen Fahrzeugs in einer virtuellen Umgebung unter Berücksichtigung aller Komponenten der Kette Sense – Plan – Act (Erfassen – Planen – Agieren). Die Verbindung der virtuellen Umgebung mit den tatsächlich verbauten Sensoren erfordert modernste Simulationstechnik. Gerade auf einem Prüfstand sind die Rahmenbedingungen völlig anders als in einem isolierten Sensorlabor.

Das Radartestsystem, das Rohde & Schwarz in die Partnerschaft einbringt, eröffnet neue Möglichkeiten, radargestützte ADAS-Funktionen zu testen und die Sicherheit autonomer Fahrfunktionen auf Vehicle-in-the-Loop-Prüfständen zu erproben. Mit moderner Antennenarray-Technik können komplexe künstliche Objekte für die Radarsensoren mit variabler Entfernung, Radialgeschwindigkeit, Größe und Azimut erzeugt werden, ohne dass sich Antennen oder Geräte physisch bewegen. Eine reaktionsschnelle Echtzeit-Schnittstelle und die nahtlose Integration in die virtuelle Test-Toolchain von AVL machen es möglich, auch anspruchsvolle, komplexe und riskante Fahrszenarien zu generieren und zu testen.

Das System ermöglicht Tests aller Fahrzeugtypen mit unterschiedlicher Anzahl und verschiedenen Varianten von Radarsensoren auf dem gleichen Prüfstand. Die Lösung kommt für die Validierung und Anwendung von adaptiver Abstands- und Geschwindigkeitsregelung (Adaptive Cruise Control, ACC), Spurhalteassistent (Lane Keep Assistant, LKA) und anderen ADAS- oder AD-Funktionen zum Einsatz. Außerdem können Euro-NCAP-Szenarien in einer reproduzierbaren und sicheren Umgebung validiert werden.

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