Cambridge GaN Devices

Rechenzentren mit Galliumnitrid »grüner« machen

10. Februar 2022, 14:59 Uhr | Ralf Higgelke
OVHcloud Rechenzentrum Datacenter
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Mit 400 TWh benötigen Rechenzentren etwa zwei Prozent des weltweit erzeugten elektrischen Stroms. Bis zum Ende des Jahrzehnts dürfte sich dieser Wert verdoppeln. Mithilfe einer proprietären GaN-Technologie will Cambridge GaN Devices deren CO2-Emissionen um über fünf Megatonnen jährlich senken.

ICeData heißt ein neues Projekt von Cambridge GaN Devices, dessen vorrangiges Ziel darin besteht, eine GaN-Leistungs-IC-Technologie bereitzustellen, die den Wirkungsgrad von Server-Stromversorgungen für Rechenzentren auf mehr als 98 Prozent steigert. Damit könnte ICeData dazu beitragen, jährlich mehr als fünf Megatonnen CO2-Emissionen einzusparen. Außerdem lassen sich dank des höheren Wirkungsgrads in Kombination mit der höheren Leistungsdichte auch die Investitions- und Betriebskosten von Rechenzentren um bis zu zehn Prozent senken, wie das Unternehmen betont.

Bei der von Cambridge GaN Devices entwickelten proprietären ICeGaN-Gate-Technologie lassen sich GaN-Transistoren ohne speziellen GaN-Treiber ansteuern. Darüber hinaus verfügt der Chip über smarte Mess- und Schutzfunktionen, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen, ohne zusätzliche Komponenten zu benötigen. Die auf dem Chip integrierten Erfassungs- und Schutzschaltungen können innerhalb von Nanosekunden auf Ereignisse wie Überstrom und Übertemperatur reagieren und so das Bauelement und letztlich auch das gesamte Stromversorgungssystem eines Rechenzentrums schützen.

Die erste Produktlinie mit ICeGaN-Technologie soll in der ersten Hälfte des Jahres 2022 auf den Markt kommen.

Das Projekt wird vom britischen Ministerium für Wirtschaft, Energie und industrielle Strategie gefördert.

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