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Nvidia auf der Computex

»KI allen Unternehmen zugänglich machen«

01. Juni 2021, 14:00 Uhr   |  Tobias Schlichtmeier

»KI allen Unternehmen zugänglich machen«
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Die »GeForce RTX 3080 Ti« und die »GeForce RTX 3070 Ti« sind Grundlage neuer Games.

Jeff Fisher und Manuvir Das von Nvidia flogen virtuell auf die Computex in Taipeh ein. Mit Microsofts Flight Simulator hatte das Team eigens die Stadt Taipeh mit einer GeForce RTX3080 kreiert. Welche Neuheiten Nvidia für Gamer und Unternehmen bereithält, erfahren Sie hier.

Jeff Fisher, Senior Vice President von Nvidias GeForce-Geschäft, kündigte zwei neue Gaming-GPUs an – die »GeForce RTX 3080 Ti« und die »GeForce RTX 3070 Ti«. Sie seien die Basis für das Gaming der Zukunft, jedoch ebenso für Designer und Studenten gedacht. RTX beschleunigt bereits über 130 Spiele und Apps, weitere Spiele werden folgen, zum Beispiel Icarus oder Doom Eternal. Laut Fisher ist die RTX 3080 Ti 1,5-mal schneller als ihr Vorgänger. Sie wird ab dem 3. Juni zu Preisen ab 1.199 US-Dollar erhältlich sein, die RTX 3070 Ti ist ab dem 10. Juni ab 599 US-Dollar erhältlich.

Manuvir Das, Leiter des Bereichs Enterprise Computing, gab unter anderem die Zertifizierung neuer Server für den Einsatz von Nvidias AI Enterprise Software bekannt. Somit weitet das Unternehmen sein Certified-Systems-Programm auf inzwischen mehr als 50 Systeme aus. Im Wesentlichen sollen beim GPU-Hersteller drei Bereiche gestärkt werden: die Hardware-Basis, die Software-Plattform für künstliche Intelligenz (KI) sowie die Software-Plattform für kollaboratives Design.

Manuvir Das
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Manuvir Das, Leiter des Bereichs Enterprise Computing.

Um Systemherstellern beim Erstellen von KI-optimierten Designs zu helfen, hat das Unternehmen das Programm »Nvidia-Certified« ins Leben gerufen. Es richte sich an Server mit GPU-Beschleunigung, erklärte Das. »Es ist an der Zeit, KI zu demokratisieren, indem wir ihre Leistungsfähigkeit jedem Unternehmen und seinen Kunden zugänglich machen«, so Das.

KI einfach skalieren

Mit der »Base-Command«-Plattform – eine Cloud-basierte Entwicklungsplattform – können Unternehmen KI-Projekte einfach umsetzen. So ist die Software für groß angelegte KI-Entwicklungsworkflows mit mehreren Benutzern und Teams konzipiert, die entweder vor Ort oder in der Cloud gehostet werden. Sie ermöglicht es Forschern und Datenwissenschaftlern, gleichzeitig auf beschleunigten Rechenressourcen zu arbeiten und hilft Unternehmen, die Produktivität sowohl ihrer Entwickler als auch ihrer KI-Infrastruktur zu maximieren.

Base Command Platform
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Google Cloud gehört zu den ersten Cloud-Service-Providern, die planen, Nvidias Base Command Platform für das Verwalten und Orchestrieren von Clustern in ihren Cloud-Instanzen zu aktivieren.

Base Command ist ab sofort über ein monatliches Premium-Abo erhältlich, das Nvidia und NetApp gemeinsam anbieten. Die Plattform mit NetApp-Anwendungen beinhaltet den Zugriff auf Nvidias »DGX SuperPOD« KI-Supercomputer und des NetApp-Datenmanagement. Außerdem plant Google Cloud, Base Command im Laufe des Jahres in seinen Marketplace aufzunehmen.

Anzahl zertifizierter Systeme steigt

Viele Hersteller bieten bereits x86-Server an – darunter Advantech, Asus, Dell, Gigabyte oder Lenovo. Ab sofort sind es über 50 Server, die für den Einsatz von Nvidias AI Enterprise Software zertifiziert sind. Sie kommen vor allem in Mainstream-Rechenzentren zum Einsatz. So bringt das Unternehmen Rechenleistung in verschiedene Branchen – zum Beispiel Gesundheitswesen, Fertigung oder Einzelhandel.

Mit den Servern können Unternehmen Workloads in Rechenzentren und Hybrid-Clouds unterstützen. Hierzu zählt das Ausführen der AI Enterprise Suite – einer KI- und Datenanalysesoftware auf VMware vSphere. Außerdem von Omniverse Enterprise, einer Simulations-Software für fortschrittliche Designs sowie Red Hat OpenShift für das Entwickeln von KI-Systemen. Außerdem integrieren die Server Cloudera Data Engineering für maschinelles Lernen, um Modelle in kurzer Zeit zu trainieren.

NVIDIA BlueField-2 DPU
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Mehrere Serverhersteller kündigen auf der diesjährigen Computex neue Systeme mit Nvidias BlueField-2-Datenverarbeitungseinheiten an.

Neue Server mit Bluefield-DPUs

Mehrere Serverhersteller kündigen auf der diesjährigen Computex neue Systeme mit Nvidias BlueField-2-Datenverarbeitungseinheiten an. Sind Systeme mit Nvidia-GPUs bereits mit der Option erhältlich sind, BlueField-2 DPUs hinzuzufügen, benötigen viele Anwendungen möglicherweise keine GPU, profitieren aber dennoch von einer DPU.

Server von Asus, Dell oder Gigabyte sind für Unternehmen geeignet, die zusätzliche Leistung, Sicherheit und Verwaltbarkeit suchen, die sie mit Bluefield 2 erhalten. Server, auf denen hauptsächlich softwaredefinierte Netzwerke – zum Beispiel ein Stateful Load Balancer oder eine verteilte Firewall – softwaredefinierte Speicher oder herkömmliche Unternehmensanwendungen laufen, profitieren von der DPU. Mit ihr sind sie in der Lage, Infrastruktur-Workloads für Netzwerke, Sicherheit und Speicher zu beschleunigen, zu entlasten und zu isolieren.

Systeme, auf denen VMware vSphere, Windows oder hyperkonvergente Anwendungen laufen, profitieren ebenfalls vom Einbinden einer DPU, egal ob sie KI- und Machine-Learning-Anwendungen, grafikintensive Workloads oder traditionelle Geschäftsanwendungen ausführen.

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