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Die Top-OSAT-Unternehmen

Wachstumsrekord im dritten Quartal

16. November 2020, 09:30 Uhr   |  Heinz Arnold

Wachstumsrekord im dritten Quartal
© Trendforce

Umsatz und Marktanteile der zehn weltweit größten OSAT-Unternehmen. (Der Marktanteil der Unternehmen bezieht sich auf den Gesamtumsatz der Top Ten).

Der Umsatz der OSATs kletterte im dritten Quartal 2020 um 12,9 Prozent auf 6,76 Mrd. Dollar – getrieben vom Home-Office-Bedarf und dem Huawei-Bann.

Denn der Bedarf an Chips hat laut Trendforce wegen Home-Office und dem Ausbau von Datenzentren zugenommen und ein zweiter Effekt trat ein: Weil die Hersteller, die auf den Maschinen von US-Herstellern fertigen, ab dem 15 September nicht mehr an Huawei liefern durften, haben sich viele OSATs (Outsourced-Semiconductor-Assembly-and-Test-Unternehmen) beeilt, so viel wie möglich vor diesem Datum auszuliefern.

Größtes OSAT-Unternehmen mit einem Marktanteil von 22,5 Prozent und einem Umsatz von 1,52 Mrd. Dollar – 15,1 Prozent mehr als im dritten Quartal 2019 – ist ASE. Mit einem Wachstum von knapp 25 Prozent auf 1,354 Mrd. Dollar liegt Amkor auf Platz 2. Beide Unternehmen profitierten laut der jüngsten Marktstudie von Trendforce vom steigenden Bedarf nach 5G-, WiFi-6-, und Automotive-Chips sowie von Eikaufträgen von Huawei.

Mit einem Umsatzanstieg von 14,2 Prozent sieht auf den ersten Blick das Ergebnis von PTI recht gut aus, doch leidet PTI nach Angaben der Analysten darunter, dass die Nachfrage nach dem Packaging und dem Test von Speicher-ICs deutlich zurückgegangen ist. Deshalb wolle PTI nun ihre Abhängigkeit von Speicher-Produkten reduzieren. Außerdem wolle PTI weniger profitable Tochterunternehmen schließen oder verkaufen.

Unter den drei chinesischen OSATs JCET, TFME, und Hua Tian konnte nur TFME seinen Umsatz steigern: Um immerhin 13 Prozent auf 398 Mio. Dollar. Die Ursache sei die starke Nachfrage nach der Montage der CPUs und GPUs von AMD gewesen. Dagegen fielen die Umsätze von JCET und PTI.

SPIL und KYEC profiterten davon, dass Huawei ihr größter Kunde ist, so dass ihre Umsätze aufgrund von Eilaufträgen von Huawei im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr deutlich anzogen.

Chipbond und Chipmos konnten ihren Umsatz im dritten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal um 13.1 Prozent und 12.4 Prozent auf 197 Mio. und $194 Mio. Dollar steigern. Hinter diesem Wachstum standen der steigende Bedarf an LDDIs (Large Display Driver ICs), TDDI (Touch and Display Driver Intergration) und OLED-DDIs (Disply Driver ICs) für das iPhone 12. Das glich das schwache Speicher-Produkt-Geschäft für Chipmos aus.

John Wang, Analyst von Trendforce, rechnet damit, dass der Umsatz der OSATs auch im vierten Quartal 2020 wächst, weil der Bedarf an Bildschirmen für den Einsatz in Autos, an großformatigen Bildschirmen, an 5G-Kommunikations-ICs und an WiFi-6-Chips weiter steigen werde.  

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