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Spin-off Vitesco Technologies

Continental plant Abspaltung für September

29. April 2021, 12:03 Uhr   |  Hannover (dpa)

Continental plant Abspaltung für September
© Julian Stratenschulte/dpa

Die Firmenzentrale von Continental.

Nach der Verschiebung wegen der unsicheren Marktlage hat sich Continental bei der geplanten Abspaltung der Antriebstechnik jetzt auf September festgelegt. Dann werde man das Projekt durchziehen, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag im Rahmen seiner Online-Hauptversammlung mit.

Die Aktionäre des Autozulieferers und Reifenherstellers müssen dem Vorhaben noch zustimmen. Bisher hatten die Hannoveraner einen Termin »in der zweiten Jahreshälfte« genannt. Bei dem sogenannten Spin-Off wird den Anteilseignern für je 5 Conti-Aktien ein Anteil des neuen börsennotierten Unternehmens Vitesco Technologies automatisch ins Depot gebucht. Frisches Geld fließt dem Konzern durch ein solches Verfahren nicht zu.

Seit Jahren will Continental die Sparte mit Teilen für Verbrenner- und Elektroantriebe vom restlichen Geschäft trennen und sich damit stärker auf Software, Elektronik, Sicherheit und das lukrative Reifengeschäft konzentrieren. Bisher war das an widrigen Marktbedingungen und auch Problemen im eigenen Geschäft gescheitert – einen zunächst geplanten Teilbörsengang mit entsprechendem Geldzufluss und weiterer Conti-Kontrolle verwarf das Management.

Die Zustimmung zum Spin-Off gilt wegen der Mehrheitsverhältnisse als sicher: 46 Prozent von Conti gehören der Familie Schaeffler, die auch den fränkischen Zulieferer gleichen Namens kontrolliert.

Conti war 2020 wie die gesamte Branche in der Corona-Pandemie in ein tiefes Loch gefallen, hatte aber auch vorher rote Zahlen geschrieben. Daher verhandelt das Unternehmen derzeit weiter mit den Arbeitnehmern über das Sparprogramm, das bis 2023 die jährlichen Bruttokosten - inklusive Vitesco um mehr als eine Milliarde Euro senken soll.

Vor allem die geplanten Werksschließungen in Aachen und im hessischen Karben hatten Proteste ausgelöst. In Aachen hatte Conti-Chef Nikolai Setzer zuletzt etwas eingelenkt, das Reifenwerk dort wird ein Jahr länger als geplant bis Ende 2022 produzieren.

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