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Messinterface ProAI MDI von b-plus

Speicherung der hochauflösenden Rohdaten im Fahrzeug

24. September 2020, 11:30 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Speicherung der hochauflösenden Rohdaten im Fahrzeug
© b-plus

MDI Hardware von b-plus auf der ZF ProAI RoboThink

Das ProAI Measurement Data Interface von b-plus ermöglicht es, Rohdaten der ZF ProAI während der Entwicklung verlustfrei und zeitgestempelt von allen angeschlossenen Sensoren im Fahrzeug auszukoppeln. Das Extrahieren der ECU-Interna übernehmen dabei die implementierten Measurement Data Services.

Die Zentralisierung und Fusion von Daten ist der Schlüssel für die Funktionen neuer Algorithmen im zukünftig automatisierten Fahrzeug. Die ZF ProAI von ZF Friedrichshafen ist eine modulare und skalierbare Domain-ECU für verschiedene Stufen des automatisierten Fahrens. Für die KI-fähige Rechenplattform hat b-plus eine Erweiterung für die Entwicklung von Funktionen auf der Plattform geschaffen. Diese ermöglicht die Aufnahme der Messdaten über ein Messtechniksystem und unterstützt somit die Speicherung der hochauflösenden Rohdaten im Fahrzeug, die maßgebend für verschiedene Entwicklungs- und Testaufgaben eines Steuergeräts sind. Das sichert die realgetreue Weiterentwicklung von neuen Algorithmen im Fahrzeug mithilfe hochauflösender Echtzeitdaten.

Daten von Sensoren, Fahrzeugschnittstellen und aus den internen Prozessen der ZF ProAI können mithilfe des Measurement Data Interface (MDIs) erfasst werden. Diese werden für Verifikations- und Simulationszwecke in den weiterführenden Schritten, wie in Software-in-the-Loop und Hardware-in-the-Loop, gebraucht. Dafür sammelt das MDI diese Daten von den verschiedenen Steuergeräteschnittstellen und leitet sie über eine gemeinsame Schnittstelle (2x10 GbE-Daten nachgeschaltet) an ein Recording System zur Datenerfassung weiter. Das ProAI MDI basiert auf der b-plus Messtechniktechnologie MDILink, das als Plattform für die Auskopplung unverfälschter Messdaten aus dem Fahrzeug dient.

Ergänzend zu der Ausleitung der Datenströme in der Hardware war es nötig, Daten interner Prozesse im Betriebssystem des Zentralrechners nach außen zu leiten. Damit wurde die nötige Transparenz geschaffen, um während der Validierung beispielsweise Laufzeiten der Prozesse, Status des Betriebssystems oder Statistiken zu Funktionen neben dem Rohdatenstrom zu sehen. Dazu wurden die Measurement Data Services (MDS) implementiert. Sie nehmen das aufwändige Extrahieren solcher Daten ab und bieten einen einfachen Weg, die Domain-ECU für die Entwicklung vollumfänglich im Blick zu haben. MDS werden im Steuergerätecode in die jeweiligen Funktionen eingebettet und leiten über ein gesichertes Protokoll diese steuergeräteinternen Daten an die Messtechnik zur Analyse weiter. Dort können sie dann parallel zu den Rohdaten ausgewertet werden und die Entwickler bekommen schnell eine 360° Datenübersicht der kompletten Plattform.

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