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Künstliche Intelligenz im Fahrzeug

Mercedes-Benz EQS mit neuem MBUX Hyperscreen

08. Januar 2021, 11:30 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Mercedes-Benz EQS mit neuem MBUX Hyperscreen
© Daimler

Mit dem MBUX Hyperscreen steht im neuen EQS ein Assistent für Fahrer und Beifahrer bereit, der dank künstlicher Intelligenz ständig dazu lernt.

Künstliche Intelligenz spielt beim MBUX Hyperscreen im EQS eine wichtige Rolle: Mit lernfähiger Software stellt sich das Anzeige- und Bedienkonzept auf seinen Nutzer ein und unterbreitet ihm personalisierte Vorschläge für Infotainment-, Komfort- und Fahrzeugfunktionen.

Das 2018 in der A-Klasse eingeführte Mercedes-Benz User Experience (MBUX) hat die Bedienung eines Fahrzeugs vereinfacht. Vor kurzem ging in der neuen S-Klasse die zweite Generation des lernfähigen Systems an den Start. Mit dem neuen EQS und dem für ihn optional verfügbaren MBUX Hyperscreen folgt nun der nächste Schritt.

Beim MBUX Hyperscreen verschmilzt digitales und analoges Design – mehrere Displays gehen so ineinander über, dass sie ein gewölbtes Bildschirmband ergeben. Der Hyperscreen wird von einem durchgehenden Frontrahmen aus Kunststoff umfasst. Die im unteren Bereich angebrachte, integrierte Ambientebeleuchtung lässt die Anzeigeeinheit scheinbar auf der Instrumententafel schweben.

Auch der Beifahrer erhält einen eigenen Anzeige- und Bedienbereich, der Reisen angenehmer und unterhaltsamer gestaltet. Mit bis zu sieben Profilen ist eine Individualisierung der Inhalte möglich. Die Entertainmentfunktionen des Beifahrer-Displays sind während der Fahrt allerdings nur im Rahmen der länderabhängigen gesetzlichen Vorschriften verfügbar. Ist der Beifahrersitz nicht belegt, wird der Bildschirm zum digitalen Zierteil.

Für das Bild kommt bei Zentral- und Beifahrer-Display OLED-Technik zum Einsatz. Dort sind die einzelnen Bildpunkte selbstleuchtend; nicht angesteuerte Bildpixel bleiben abgeschaltet und wirken dadurch tiefschwarz. Die aktiven OLED-Pixel hingegen strahlen mit hoher Farbbrillanz, wodurch hohe Kontrastwerte – unabhängig vom Blickwinkel und den Lichtverhältnissen – entstehen.

Dank seines Designs mit Ankerpunkten ist der Bildschirm intuitiv und einfach zu bedienen. Ein Beispiel dafür ist der Anzeigestil EV-Modus. Wichtige Funktionen des Elektroantriebs wie Boost oder Rekuperation werden auf eine neue Weise, mit einer sich räumlich bewegenden Spange, visualisiert und somit erlebbar gemacht. Zwischen diesen Spangen bewegt sich schwebend ein linsenförmiges Objekt. Es folgt der Schwerkraft und bildet somit die G-Force Kräfte ab.

Personalisierte Vorschläge dank KI

Infotainment-Systeme bieten zahlreiche und auch umfangreiche Funktionen. Zu ihrer Bedienung sind in der Regel mehrere Bedienschritte nötig. Um diese Interaktionsschritte zu reduzieren, hat der Automobilhersteller mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) eine Benutzeroberfläche mit kontextsensitivem Bewusstsein entwickelt.

Das System zeigt proaktiv und unterstützt durch KI die für den Anwender richtigen Funktionen zur richtigen Zeit. Das kontextsensitive Bewusstsein wird sowohl durch Umgebungsveränderungen wie auch das Anwenderverhalten permanent optimiert. Der sogenannte Zero-Layer bietet dem Benutzer auf der obersten Ebene der MBUX Informationsarchitektur dynamische, aggregierte Inhalte aus dem gesamten System und den damit verbundenen Diensten. Somit muss er sich weder durch Untermenüs scrollen noch Sprachbefehle geben.

Mercedes-Benz hat das Nutzungsverhalten der ersten MBUX-Generation untersucht. Die allermeisten Anwendungsfälle fallen in die Bereiche Navigation, Radio/Media und Telefonie. Die Navigationsapplikation steht mit vollem Funktionsumfang daher immer im Zentrum der Bildschirmeinheit.

Weitere Funktionen – vom Aktiv-Massage-Programm über Geburtstags-Erinnerung bis zum Vorschlag für die To-do-Liste – werden mit Hilfe von künstlicher Intelligenz automatisch angeboten, wenn sie für den Nutzer relevant sind.

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