Elektroniknet Logo

Alternative Antriebe

Toyota bereitet Vertrieb von Brennstoffzellenmodulen in Japan vor

Toyota kombiniert Brennstoffzellen-Stack aus dem Mirai und andere Komponenten in einem kompakten Modul.
Toyota kombiniert Brennstoffzellen-Stack aus dem Mirai und andere Komponenten in einem kompakten Modul.
© Toyota

Voraussichtlich ab diesem Frühjahr will Toyota mit dem Verkauf von Brennstoffzellenmodulen an Unternehmen starten, die Brennstoffzellenprodukte für diverse Anwendungen entwickeln und herstellen. Dazu zählen mobile Einsatzbereiche wie Lkw, Busse, Züge oder Schiffe ebenso wie stationäre Generatoren.

Toyota will auf der einen Seite die Verbreitung von Brennstoffzellenfahrzeugen vorantreiben und auf der anderen Seite als Systemlieferant von Brennstoffzellen Wasserstoff als Energieträger fördern. Um die Technologie zu puschen hat das Unternehmen neben der Einführung des Mirai und des Brennstoffzellenbusses Sora den Verkauf von Brennstoffzellensystemen an andere Unternehmen gestartet. Darüber hinaus stellt der japanische Autobauer Patente lizenzfrei zur Verfügung. Das Unternehmen hat nach eigenen Aussagen hier die Erfahrung gemacht, dass viele Unternehmen aus verschiedenen Industriebereichen auf der Suche nach Brennstoffzellensystemen sind, die sich leicht an ihre eigenen Produkte anpassen lassen.

Daher hat Toyota ein Produkt entwickelt, das optimierte Systembestandteile aus dem Mirai wie den Brennstoffzellen-Stack sowie weitere Komponenten unter anderem für Luft- und Wasserstoffzufuhr, Kühlung und Leistungssteuerung in einem einzelnen Modul verbindet. Dieses neue Modul ist in vier Varianten erhältlich: in einer vertikalen (Typ I) und einer horizontalen Ausführung (Typ II) mit jeweils 60 kW oder 80 kW Leistung. Es verfügt über einen Spannungsbereich von 400 bis 750 V und kann dank eines eingebauten Brennstoffzellen-Aufwärtswandlers direkt an ein vorhandenes elektrisches Gerät angeschlossen werden, das über Motor, Inverter und Batterie etc. verfügt. Das vereinfacht die Entwicklung und Herstellung und Brennstoffzellenprodukten. Zudem sorgt die Modularisierung des Systems für erheblich verbesserten Komfort. Die vier Modellvarianten können je nach Anwendung kombiniert werden und lassen sich flexibel an das erforderliche Leistungs-Level und an das vorhandene Platzangebot anpassen.

Das neue Modul nutzt die Eigenschaften des unternehmenseigenen Brennstoffzellensystems, das ohne Befeuchter auskommt, weil das während der Stromproduktion erzeugte Wasser innerhalb des Brennstoffzellen-Stacks zirkuliert. Wartungsarbeiten sind einfach und nur selten erforderlich, was die Gesamtkosten von der Beschaffung über die Nutzung bis zur Entsorgung reduziert.

 


Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Toyota Deutschland GmbH