Schwerpunkte

Spatenstich für HyFaB-Forschungsfabrik

Automatisierte Fertigungsverfahren für Brennstoffzellen

11. Februar 2021, 10:00 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Automatisierte Fertigungsverfahren für Brennstoffzellen
© ZSW

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg feierte in Ulm im Februar 2021 den Spatenstich für seine HyFaB-Forschungsfabrik.

Mit dem Spatenstich am 10.02.2021 für die Forschungsfabrik für Wasserstoff und Brennstoffzellen, kurz HyFaB, hat das ZSW in Ulm einen wichtigen Schritt in Richtung der Produktionsforschung für Brennstoffzellen gemacht. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2022 geplant.

Um Wasserstoff-Technologie für den Massenmarkt tauglich zu machen, müssen die Kosten gesenkt und gleichzeitig die Produktionskapazitäten deutlich ausgeweitet werden. Die HyFaB-Forschungsfabrik soll den Übergang von der aktuell noch überwiegend handwerklichen Produktion zur industriellen Massenfertigung begleiten und beschleunigen. Der Fokus liegt auf skalierbaren und serientauglichen Prozessen zur Komponentenherstellung sowie auf Fertigungsverfahren für den Stapelprozess. Außer dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ist das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE als wissenschaftlicher Partner am HyFaB-Projekt beteiligt.

»HyFaB gibt Orientierung beim Einstieg in die Brennstoffzellentechnologie und unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung von Materialien, Komponenten und Fertigungsmaschinen«, fasst Prof. Dr. Markus Hölzle, ZSW-Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien in Ulm, den Nutzen der geplanten Forschungsfabrik zusammen. »[...] Mit der neuen HyFaB-Forschungsfabrik können wir künftig noch besser die industrielle Produktion von Brennstoffzellen vorbereiten.«

Brennstoffzellen werden neben Personenkraftwagen und Bussen auch für den Schwerlastverkehr immer interessanter. Ein Grund sind die neuen EU-Verordnungen, die die Absenkung der CO2-Emissionen schwerer Nutzfahrzeuge um 15 Prozent ab dem Jahr 2025 und um 30 Prozent ab dem Jahr 2030 verlangen. Bis 2050 strebt die EU Klimaneutralität an. Heute ist der Schwerlastverkehr auf europäischen Straßen für immerhin rund 25 Prozent der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrssektors verantwortlich. Unter die neue EU-Verordnung fallen insbesondere auch schwere Lkw, beispielsweise 40-Tonner, die heutzutage fast ausschließlich von Dieselmotoren angetrieben werden. Die langen Fahrstrecken und kurzen Tankzeiten dieser Schwerlast-Lkw lassen sich am besten mit Brennstoffzellenantrieben realisieren.

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Linkedin teilen Via Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)