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Autonome Fahrzeuge

Mehr Klimaschutz und besserer Verkehrsflusss erwartet

26. März 2021, 09:31 Uhr   |  Irina Hübner

Mehr Klimaschutz und besserer Verkehrsflusss erwartet
© Shutterstock.com

Wenn autonome Autos auf unseren Straßen einmal Alltag sind, dann würde das auch dem Klimaschutz helfen. Davon geht zumindest mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland aus.

54 Prozent der Bevölkerung sehen in selbstfahrenden Autos den Vorteil, dass die Umweltbelastung durch einen geringeren Kraftstoffverbrauch sinkt, weil die optimale Strecke mit angepasster Geschwindigkeit genutzt wird. Nur etwas weniger (49 Prozent) erwarten ganz allgemein einen besseren Verkehrsfluss für alle Fahrzeuge – wovon ebenfalls die Umwelt profitieren würde. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

»Vernetzte Mobilität mit autonomen Fahrzeugen bedeutet weniger Stop-and-Go in den Innenstädten und angepasste Fahrweise außerorts. Auf diese Weise lässt sich der Ressourcenbedarf des motorisierten Individualverkehrs reduzieren«, meint Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. »Deutschland hat gerade ein Gesetz zum autonomen Fahren auf den Weg gebracht, mit dem es in Europa und auch international eine Vorreiterrolle einnimmt. Die Frage ist längst nicht mehr, ob autonomes Fahren kommt, sondern nur noch: wann und wie.«

Jeweils 43 Prozent der Bevölkerung sehen als weitere Vorteile autonomer Autos eine geringere Lärmbelästigung durch die angepasste Fahrweise sowie dass der Fahrer mehr Zeit für andere Dinge wie etwa Büroarbeiten oder Kommunikation bekommt. Rund ein Drittel (35 Prozent) erwartet mehr Fahrkomfort.

Nur drei von zehn Befragten sehen ein Plus an Sicherheit als Vorteile beim autonomen Autoverkehr: 29 Prozent erwarten mehr Sicherheit für andere Verkehrsteilnehmer, 27 Prozent rechnen mit weniger Unfällen und 24 Prozent mit mehr Sicherheit für die Insassen. Nach Einschätzung des Bitkom kann autonomes Fahren jedoch tatsächlich die Hauptursachen von Verkehrsunfällen weitgehend vermeiden: überhöhte Geschwindigkeit und Unaufmerksamkeit der Fahrerin oder des Fahrers.

Ein Fünftel der Umfrageteilnehmer (20 Prozent) glaubt, dass autonome Autos schneller ans Ziel kommen. Fast ebenso viele (22 Prozent) können allerdings gar keine Vorteile von autonomen Autos erkennen.

Die Angst vor technischen Problemen ist groß

Die Hauptargumente gegen autonome Autos sind unklare rechtliche Rahmenbedingungen (68 Prozent), also etwa wer im Falle eines Unfalls haftet, sowie die Sorge davor, dass die Fahrzeuge gehackt werden könnten (64 Prozent). 57 Prozent haben Angst vor technischen Problemen, 54 Prozent bemängeln hohe Investitionskosten für die Digitalisierung der Verkehrsinfrastruktur.

Rund die Hälfte (48 Prozent) hat Bedenken, dass persönliche Daten etwa zum Fahrverhalten ohne Einwilligung genutzt werden. Weiterhin meinen 41 Prozent, dass autonome Autos ohnehin zu teuer sein werden. 39 Prozent sagen, dass sie auf den Spaß am Selbstfahren nicht verzichten wollen. Ein Drittel (36 Prozent) traut der Technik im Auto weniger als einem Menschen am Steuer zu, Gefahrensituationen zu meistern. Und ein gutes Fünftel (22 Prozent) gibt an, grundsätzlich wenig Vertrauen in Technik zu haben.

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