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Mobileye und Udelv

Vertrag über automatisierte Lieferfahrzeuge

15. April 2021, 14:30 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Vertrag über automatisierte Lieferfahrzeuge
© Udelv

Mobileye und Udelv haben eine Vertrag für selbstfahrende Lieferfahrzeuge geschlossen.

Mobileye Drive, das Self-Driving-System der Intel-Tochter, wird in den neuen Lieferfahrzeugen von Udelv namens Transporter zum Einsatz kommen. Die Unternehmen planen, bis 2028 davon mehr als 35.000 Stück auf den Markt zu bringen. Der kommerzielle fahrerlose Regelbetrieb beginnt 2023.

Die letzte Meile der Zustellungen ist der teuerste Aspekt der Warenverteilung und verantwortlich für etwa 53 Prozent der Gesamtkosten der Waren. Gleichzeitig kaufen Verbraucher mehr und mehr Waren online, was das Fördervolumen auf der letzten Meile bis 2030 erwartungsgemäß um 75 Prozent bis 80 Prozent erhöhen wird. Dafür werden 36 Prozent mehr Lieferfahrzeuge benötigt. Des Weiteren macht es ein Mangel an Fahrern Unternehmen schwer, Schritt zu halten – ein Dienstleistungsmodell, das reif ist für Verbesserungen.

Mobileye Drive beinhaltet eine EyeQ SoC-basierte Recheneinheit für automatisiertes Fahren nach Level 4, alle Sensoren und Software, die AV Map basierend auf  proprietärem Road Experience Management und Entscheidungslogik auf Basis von  Responsibility Sensitive Safety. Udelv verantwortet die Integration mit seinem Zustellungs-System, mit Mobileyes technischer Unterstützung. Die Intel-Tochter wird auch Over-the-Air Software-Updates liefern.

Die neuen Lieferfahrzeuge werden in der Lage sein, nach Automatisierungsgrad 4 den Tür-zu-Tür-Zustellbetrieb durchzuführen. Das von Udelv entwickelte TeleOperation-System ermöglicht bei Bedarf das Manövrieren der Fahrzeuge auf Parkplätzen, Ladezonen, Apartmentkomplexen und Privatstraßen.

Es wird erwartet, dass selbstfahrende Transporter die Effizienz von Lieferservices auf der letzten und mittleren Meile erheblich verbessern – für alle Waren, von Backwaren und Autoteilen bis hin zu Lebensmitteln und medizinischer Versorgung. Donlen, US-amerikanischer Anbieter von Flottenlösungen hat bereits die erste Vorbestellung für 1.000 Transporter getätigt.

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