Entrée mit dreiphasigen Geräten

Recom Power nimmt den DIN-Schienen-Markt ins Visier

15. Januar 2025, 10:57 Uhr | Engelbert Hopf
Unterscheiden sich nicht nur optisch von bisher erhältlichen DIN-Schienennetzteilen – so wurden die 480-W-Geräte beispielsweise mit einem einstufigen Konzept realisiert.
© Recom Power

Hochleistungsfähig, platzsparend und mit einigen Besonderheiten ausgestattet sind die neuentwickelten AC/DC-DIN-Schienennetzteile von Recom Power, die auf der electronica 2024 vorgestellt wurden.

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Karsten Bier, CEO der Recom-Gruppe, nutzte mit der diesjährigen electronica die große Bühne für die Vorstellung der neuentwickelten dreiphasigen AC/DC-DIN-Schienennetzteile des Unternehmens. Entwickelt hat die Geräte seit eineinhalb Jahren Leco als kundenspezifische Auftragsarbeit, bevor der österreichische Stromversorgungsspezialist im Sommer mehrheitlich von Recom übernommen wurde.

Warum Leco den Auftrag erhielt? »Weil sie ein Spezialist für den Automatisierungsmarkt sind und es unser strategisches Ziel war, nach dem Bahntechniksegment auch in den Automatisierungsmarkt mit einer kompletten, vom Schaltschrank bis zum Sensor reichenden Produktpalette einzusteigen«, so Bier. Neben den klassischen Hutschienennetzgeräten, die auf der electronica vorgestellt wurden, werden in Zukunft auch DC-USVs und elektronische Sicherungen gehören.

Differenzierung zu anderen Anbietern

Auf die Frage, wie sich Recom den von den zahlreichen Hutschienen-Netzgeräte-Anbietern am Markt differenzieren will, gibt Bier eine zweigeteilte Antwort: »Der Unterschied fällt technisch etwa dadurch auf, dass wir im Gegensatz zum Wettbewerb in der Lage sind, 480-W-Geräte mit einem einstufigen Konzept zu realisieren.« Auf diese Weise werden weniger Bauteile benötigt, es wird weniger Abwärme generiert und man ist in der Lage, eine höhere MTBF zu bieten. Darüber hinaus ist man in der Lage, ein 1-kW-Gerät mit einem Wirkungsgrad von 96,9 Prozent über den gesamten Teillastbereich anzubieten.

Auch das Handling der Geräte ist anders. So werden die Anschlussdrähte mittels Push-in-Bedienung, ohne Zuhilfenahme von Werkzeug, einfach in die Geräte eingesteckt. Und auch optisch kann man sich nach Biers Worten problemlos differenzieren: »Wir bieten dem Kunden eine speziell strukturierte Front an, die sich im Schaltschrank sofort von den anderen Geräten abhebt.« Mit einem einfachen Werkzeugwechsel entstehen so individuelle Fronten, während sich andere Hersteller oft nur durch unterschiedliche Farbgestaltungen ansonsten fast austauschbarer Gerätefronten unterscheiden.

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Karsten Bier verband die Vorstellung der neuentwickelten Geräte auf der electronica 2024 mit einer klaren Botschaft.
© Recom Power

Drei unterschiedlichen Ausgangsleistungen 

Konkret hat Recom Geräte mit drei unterschiedlichen Ausgangsleistungen von 240, 480 und 960 W auf den Markt gebracht, die sich unter anderem auch durch branchenführende Einbaubreiten von 43, 52 und 80 mm auszeichnen. Einsetzbar sind die Modelle der Racpro1-Serie im Temperaturbereich von –40 bis +70 °C. Ihr Wirkungsgrad von 96,9 Prozent ermöglicht ihren Betrieb bei voller Leistung bis zu 60 °C, nur mit Konvektionskühlung. Zu den Gerätebesonderheiten gehört, dass alle Versionen bei einer Umgebungstemperatur von 45 °C bis zu 120 Prozent Extra-Power liefern können und für 5 Sekunden einen Power-Boost von 150 Prozent zur Verfügung stellen können.

Die Eingänge lassen sich dreiphasig im Bereich 320–575 V oder mit Gleichspannung von 430 bis 850 V betreiben, während die 240-W-Version auch zweiphasig mit 350 bis 575 V betrieben werden kann. Am Ausgang ist das Racpro1-T240 auf 24 V DC geregelt, einstellbar auf 24 bis 28 V, während der Racpro1-T480 und der Racpro1-T960 eine Auswahl an einstellbaren 24-V- oder 48-V-Ausgängen (48–56 V DC) bieten. Ihre Zuverlässigkeit wird durch eine erweiterte Störfestigkeit gegen hohe Surge-Impulse von 2,5 kV/6 kV und eine verbesserte Rückspannungsfestigkeit erhöht.


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