VDE-Sonderpreis "Jugend forscht 2022"

Neue Farbtemperaturschritte in LEDs entdeckt

1. Juni 2022, 13:37 Uhr | Nicole Wörner
Die 16-jährige Nele Drüner gewinnt den mit 1000 Euro dotierten VDE-Sonderpreis im Finale von „Jugend forscht 2022“.
Die 16-jährige Nele Drüner gewinnt den mit 1000 Euro dotierten VDE-Sonderpreis im Finale von „Jugend forscht 2022“.
© Stiftung Jugend forscht e.V. / Forschungsforum Schleswig-Holstein e.V.

Nele Drüner (16) hat den "Jugend forscht 2022"-Sonderpreis des VDE gewonnen. Sie hat herausgefunden, dass viel kleinere Farbtemperaturschritte zwischen Warm- und Kaltweiß möglich sind, als handelsübliche LEDs sie derzeit bieten.

2022 hat Nele Drüner bereits das sechste Mal an „Jugend forscht“ teilgenommen, und immer waren LEDs mit dabei – nur die Hauptrolle haben sie nie gespielt. Gemeinsam mit Stefan Wild, ihrem Betreuer von der Hochschule Emden, hat die 16-jährige Schülerin deshalb diskutiert, was man denn an den LEDs selbst erforschen könnte.

»Moderne weiße LEDs bestehen aus einer blauen LED und einem Leuchtstoff«, erklärt Nele Drüner. »Wir kamen auf die Idee, dass man mit einer Parameter-Studie untersuchen könnte, welche Schritte in der Farbtemperatur möglich sind.«

Das Projekt hat die Jung-Physikerin großteils selbst finanziert, wobei sie an der Hochschule im Labor arbeiten und das Spektrometer zur Analyse der Farbtemperatur nutzen konnte. »Mit verschiedenen blauen LEDs und drei verschiedenen Leuchtstoffen habe ich unzählige Kombinationen ausprobiert und festgestellt, dass deutlich kleinere Schritte möglich sind, als bei handelsüblichen warm- oder kaltweißen Leuchtmitteln.«

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Forschung an LEDs bringt gleich zwei Sonderpreise

Mit ihrer Arbeit hat Nele Drüner nicht nur den VDE überzeugt: Auch der Sonderpreis der Ernst A. C. Lange-Stiftung mit einer Einladung zum London International Youth Science Forum ging an die 16-jährige Schülerin aus Emden. Außerdem ist sie von der Landesvertretung Hessen bei der Europäischen Union eingeladen, in Brüssel ihre Arbeit bei einer Veranstaltung internationalen Gästen vorzustellen.

Nächstes Projekt: Die Sonne nachbauen?

Gefragt nach ihren Zukunftsplänen, ist Nele Drüner noch völlig offen. »Aus meiner Forschung kann sicher noch mehr entstehen, man könnte zum Beispiel versuchen, das Spektrum der Sonne nachzubauen. An der Hochschule gibt es wahrscheinlich ein Folgeprojekt zu meiner Arbeit«, erzählt sie. 

„Jugend forscht 2022“

Für die 57. Wettbewerbsrunde hatten sich 8527 Jungforscher angemeldet. Bei den Forschungsprojekten verzeichnete der Wettbewerb 4788 angemeldete Arbeiten. Im Finale waren 168 mit insgesamt 108 Projekten dabei.


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