Multi-Pixel-Treiber mit CAN FD Light

Für eine sichere und stylishe Auto-Beleuchtung

28. September 2022, 15:59 Uhr | Kathrin Veigel
STMicroelectronics Kfz-Beleuchtungen
Für Kfz-Beleuchtungen der nächsten Generation hat STMicroelectronics einen neuen Treiber entwickelt.
© Open Studio/Adobe Stock

Der lineare Stromregler L99LDLH32 von STMicroelectronics eignet sich im Fahrzeug für den Einsatz mit OLED-Leuchten, die aus einer kleinen Oberfläche helles, homogenes und kontrastreiches Licht emittieren können. Er ermöglicht damit die Gestaltung komplexer Lichtmuster und Effekte.

Mit 32 geregelten Stromquellen, die sich unabhängig voneinander auf Werte zwischen 1 mA und 15 mA programmieren lassen, kann der neue Treiber L99LDLH32 von STMicroelectronics in Außen- und Innenbeleuchtungs-Applikationen einzelne Pixel ansteuern. Zusätzlich wird eine globale Dimmungsfunktion mit einer Auflösung von 8 Bit geboten. Gespeist aus dem Bordnetz des jeweiligen Fahrzeugs, liefert der Treiber Ausgangsspannungen bis zu 35 V, um Licht-Emitter mit weit differierenden Vorwärtsspannungen abzudecken.

Integrierte Handler und Transceiver für das CAN-FD-Light Protokoll erleichtern die Anbindung des Treibers an die Kommunikations-Infrastruktur des Fahrzeugs sowie an die zuständige Domain-ECU (Electronic Control Unit). CAN FD Light basiert auf bewährten Industriestandards und sorgt für eine synchronisierte Kommunikation zwischen Commander und Responder.

Das zur Steuerung einfacher Komponenten wie Leuchten und Sensoren konzipierte Protokoll kommt ohne teure externe Bauelemente wie etwa Frequenzreferenz-Quarze aus, erlaubt mit seiner Daten-Bandbreite von 1 MBit/s aber dennoch die Umsetzung komplexer, animierter Lichtmuster sowie gleichmäßig modulierter Übergänge und Dimmungsvorgänge.

Für den eigenständigen Betrieb ermöglichen chipintegrierte Speicherzellen die Programmierung von Parametern wie etwa Strömen oder PWM-Dimmungen. Dies wiederum ermöglicht einen Failsafe-Modus für den Fall einer Fehlfunktion auf dem Kommunikations-Bus oder im Controller.

Der Treiber ist unter anderem für sicherheitsrelevante Funktionen wie etwa Rück-, Brems- oder Blinkleuchten vorgesehen und deshalb mit Merkmalen ausgestattet, die ein hohes Maß an funktionaler Sicherheit ergeben. Hierzu zählen ein Fehlerstatus-Pin, Spannungs- und Temperaturwächter, ein Watchdog mit programmierbarem Timeout sowie eine Funktion zur Detektierung von Kurzschlüssen und Leitungsunterbrechungen. Durch Frequenz-Dithering wird nicht zuletzt die Abstrahlung elektromagnetischer Störgrößen minimiert. 

Der mit dem BCD9sL-Prozess von ST hergestellte, monolithisch integrierte L99LDLH32 ist gemäß AEC-Q100 qualifiziert und wird in einem 7 mm x 7 mm großen Wettable-Flank-Gehäuse der Bauform QFN48-Gehäuse angeboten, das mit seinem herausgeführten Thermal Pad für eine bessere Entwärmung sorgt.

 

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